NW #55 - Die Stadt der Blinden - Folge 5

Shownotes

In der vorliegenden Episode besprechen wir die Seiten 265-291 aus José Saramagos „Die Stadt der Blinden“.

Der süße Duft der Freiheit! Nachdem das Sanatorium in einem riesigen Flammenmeer untergeht, können unsere Erblindeten der Anstalt entrinnen. Doch was nützt das Leben an frischer Luft, wenn es keine Aussicht (Ba Dum Tss!) auf Besserung gibt? Schließlich navigiert es sich recht ungelenk, wenn die Fähigkeit des Sehens abhandenkommt. Zum Glück gibt es die Frau des Arztes, die unsere Gruppe in einen Unterschlupf führt. Und weil hier sonst niemand zu irgendwas nützlich ist, fällt ihr auch der Job der Versorgerin zu. Auf der Suche nach Nahrung begegnet sie stolpernden Menschen, bellenden Hunden sowie dem unheimlichen Keller eines Supermarktes. Was mag sich hier wohl verbergen? Gruselige Gespenster oder gar feuerspeiende Drachen? Findet es heraus!

Viel Spaß beim Lesen und Zuhören! In der nächsten Episode besprechen wir die Seiten 292-358.

Saramago, J. (1995). Die Stadt der Blinden. (19. Auflage, S. 265-291). Rowohlt Taschenbuch Verlag.

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Timecodes: 00:00:00 - Begrüßung 00:01:32 - Recap 00:04:46 - Handlung 00:08:00 - Diskussion 01:21:24 - Verabschiedung

Transkript anzeigen

00:00:10: Hallo und herzlich willkommen zu Nachwurz, dem Literatur Podcast eurem Literatur-Podcast.

00:00:15: Mein Name ist Lukas Gröning und ich sitze hier wie immer mit meinem congenialen Partner

00:00:20: Oliver Hahn.

00:00:20: Hallo!

00:00:22: Wir reden weiterhin über die Stadt der Blinden.

00:00:25: Global Folge fünfundfünfzig.

00:00:28: Ganz genau.

00:00:28: Du bist mich eigentlich tätig das er mal auf den Schirm hat.

00:00:31: Ich habe es mir aus einem Vorgespräch gemerkt.

00:00:36: Weiterhin dieser Roman aus dem jahr.

00:00:41: Wir lesen weiterhin beide die version aus dem robotaschenbuch verlag.

00:00:46: ich habe eine einmalige sonderausgabe aus dem Jahr.

00:00:49: Du hast auflage.

00:00:51: neunzehn war es.

00:00:51: Ich glaube, neunzen haben wir gemerkt

00:00:53: was zweistätiges

00:00:54: genau auf jeden fall die ausm.

00:00:55: robotasche bevorlag.

00:00:55: wir gehen davon aus dass die mehr oder weniger dieselben seiten zahlen so haben.

00:00:59: in unserem beiden fern ist es zumindest so

00:01:02: Genau, es ist absolut Deckungsleit.

00:01:04: Mitte der zweitausender kann ich raus und wir lesen nicht das Original sondern die deutsche Übersetzung von Ray Güdemertin und zwar die Seiten zweihundertfünfundsechzig bis zweihundertneunzeig in dieser Episode.

00:01:16: Bevor wir allerdings damit anfangen und uns um den Inhalt dieser Seite kümmern, den du uns ja dann vortragen wirst bevor wir darüber diskutieren werde ich euch einen kleinen Recap geben was denn die letzten Folgen alles so passiert ist bzw generell bisher in diesem Buch Die Stadt der Blinden.

00:01:31: Und wie es so immer ist, mitten in der Gewöhnlichkeit des Alltags passieren die schlimmsten Dinge.

00:01:38: Denn da wird auch mal ein Mann plötzlich von einer rätselhaften Blindheit getroffen!

00:01:43: Als er an einer roten Ampel in seinem Auto wartet sieht er nicht etwa Dunkelheit sondern nur noch ein grelles blendendes Weiß.

00:01:50: Ein Fremder hilft ihm scheinbar fürsorglich nach Hause steht danach jedoch sein Auto.

00:01:56: Auch beim Augenarzt bleibt die Ursache unerklärt denn medizinisch betrachtet scheint seine Augen gesund.

00:02:02: Schon bald erblinden jedoch weitere Menschen unter ihnen der Autodieb und mehrere Personen aus dem Wartezimmer der Praxis.

00:02:09: Diese Krankheit breitet sich unauffaltsam aus, ohne dass jemand ihre Ursache kennt oder Hoffnung auf Heilung besteht.

00:02:18: Mit jedem neuen Fall wachsen Unsicherheit und Angst – selbst der Arzt, der das Phänomen zu verstehen versucht, verliert schließlich sein Augenlicht!

00:02:27: Aus einem zunächst isolierten Vorfall wird also eine bedrohliche Epidemie, die nach und nach die gesamte Gesellschaft erfasst.

00:02:35: Die Behörden reagieren – sie bringen die Infizierten in ein verlassenes heruntergekommenes Sanatorium wo sie unter Quarantäne gestellt werden.

00:02:44: Nach und nach wird die Anstalt immer mehr mit Erkrankten gefüllt.

00:02:49: Die eingeschlossenen Versuchen unter den Bedingungen zu überleben.

00:02:53: besonders die Frau des Arztes kümmert sich um die anderen ohne zu verraten dass ihr als Einzel sehen kann.

00:02:59: Von ihnen getrennt lebt eine zweite Gruppe, Menschen die bereits infiziert sind jedoch noch sehen können und erst nach dem Einsetzen der Blindheit zu den Übrigen gebracht werden.

00:03:09: Tag für Tag halten dieselben Anweisungen durch den Lautsprecher, der von der Regierung dort installiert wurde vor allem die Drohung dass jeder Fluchtversuch mit dem Tode bestraft werde.

00:03:21: Allmählich breitet sich in der Anstalt eine Stimmung aus Misstrauen, Hilflosigkeit und Angst aus.

00:03:27: das Gebäude ist überfüllt Privatsphäre gibt es nicht.

00:03:30: Schmutz und Verwahrlosung nehmen zu!

00:03:33: Viele benutzen die Toilette nicht mehr, so dass der Geruch von Exkrementen allgegenwärtig ist.

00:03:38: Als bewaffnete Wachposten eine Gruppe blinder erschießen kommt noch der Gestank von Blut- und Eingeweiden hinzu.

00:03:45: Zudem reichen sie ohnehin knapp im Essensration kaum zum Überleben was Diebstähle und Gewaltsame Auseinandersetzungen verschärft.

00:03:54: bis sich schließlich eine Bande von gewalttätigen Männern bildet, welche die gelieferte Nahrung für sich behält und die Insassen um ihr Hab-und-Gut erpresst.

00:04:02: Doch schon bald will die Gruppe nicht mehr nur materielle Dinge!

00:04:05: Die Männer fangen an weibliche Insassen auf brutalste Weise zu vergewaltigen.

00:04:10: Nach dem selbiges Schicksal der Frau des Arzes zuteil wird, schnappt sie sich eine spitze Schere und rammt sie ihrem Peiniger bei erster Gelegenheit in die Kehle.

00:04:19: Jetzt herrscht Krieg zwischen den Parteien, doch nachdem dieser in einer Pattsituation zum Erliegen kommt zindet eine der Insassen die gesamte Anstalt mittels eines Feuerzeugs an.

00:04:29: Verblüfft stellen die Insassen fest dass die Wachposten inzwischen verschwunden sind was den Erblindeten die Flucht aus dem Sanatorium ermöglicht.

00:04:37: sie sind jetzt frei Doch wie mag es nur weitergehen im Angesicht der Drohenden des Orientierung in einer womöglich untergegangenen Zivilisation?

00:04:46: Wir haben gelesen, seitet zweihundertfünfundsechzig bis seitet zweihundertneunzig.

00:04:54: Während das Sanatorium niederbrennt versammeln sich die Befreiten internierten am Eingangstor des Geländes.

00:05:02: einige schlafen dort wo sie sich niederlassen und andere sterben weil sie einfach nicht mehr können.

00:05:08: Seit fast vier Tagen haben Sie nichts mehr gegessen.

00:05:11: es ist also wirklich an der Zeit Nahrung zu finden.

00:05:14: Sie warten bis zum Tagesanbruch, denn so hat die Frau des Arztes die Chance erfolgreich nach Essen zu suchen.

00:05:21: Dann begibt sich die Gruppe in die Stadt.

00:05:23: Teil der Gruppe sind die Frau das Arztess, die Frau mit der Sonnenbrille, der Alte mit der sonnenklappe, der schielende Junge, der erste Blinde und dessen Frau sowie der Augenarzt.

00:05:36: Die Straßen sind wie leergefegt.

00:05:38: In den Geschäften und Hauseingängen finden sich immer wieder Gruppen verzweifelter Blinder, die unsere Gruppe vertreibt.

00:05:45: Und in einem Gespräch mit einem dortigen Blinden erfährt die Frau des Arztes das irgendwie alle auf der Suche nach ihren Wohnungen sind, die sie wohl niemals wiederfinden oder wenn doch dann schon von anderen Gruppen bewohnt sind.

00:05:59: Und Sie sollen nicht glauben... dass ein Lebensmittel-Laden der ideale Unterschlupf sei.

00:06:05: Denn es sei schon vorgekommen, dass die Blinden auf der Straße gerochen haben das Lebensmittel dort drin sein diese aber von ihnen fern gehalten werden und sie deshalb den Laden samt verschansten Blinden niedergebrannt haben.

00:06:19: also ziehen Sie weiter und finden schließlich ein Geschäft für Küchenelektronik.

00:06:24: Die Frau des Arztes lässt die anderen sechs dort zurück, wie eine Mutter ihre Kinder zurücklässt um die Stadt zu erkunden.

00:06:32: Das allerwichtigste dabei ist die Orientierung.

00:06:36: Sollte sie ihre Gruppe nicht mehr finden weil sie sich verlaufen sollte würde das deren Tod bedeuten.

00:06:42: Nach einiger Zeit findet sie einen Lebensmittel Laden der im Grunde schon vollkommen geplündert ist außer dessen Depot ein in vollkommener Dunkelheit gelegenes Lager.

00:06:54: Durch einen glücklichen Zufall findet sie einige Streichhölzer und kann so ein paar Tüten mit Lebensmittel füllen und dann selbst etwas essen.

00:07:02: Auf dem Weg den Laden zu verlassen, zieht sie durch den Geruch der Wurst die Aufmerksamkeit anderer Blinder auf sich und sieht sich gezwungen aus dem Lebensmildgeschäft zu flüchten.

00:07:13: Auf der Straße bleibt sie nicht unentdeckt und wird von streunenden Hunden flankiert, die aber noch auf Abstand bleiben.

00:07:20: Dann bemerkt sie dass sie auf der Suche nach Essen zu oft abgebogen ist und sich verlaufen hat.

00:07:26: Sie bricht weinend auf die Straße zusammen, einer der streunenden Hunde tröstet sie und legt ihr das Gesicht.

00:07:33: dann findet sie tatsächlich einen Stadtplan und zurück zu ihrer Gruppe begleitet vom Hund der Tränen.

00:07:41: dort können sie nun endlich essen und Pläne schmieden wie es weitergehen soll.

00:07:46: Zuerst soll Kleidung für alle gefunden werden, damit sie dann die Wohnung der Frau mit der Sonnenbrille aufsuchen.

00:07:53: Die am nächsten liegt.

00:07:54: Halbwegs zufrieden können alle ein wenig schlafen während der Hund der Tränen wacher hält und damit öffnen wir die Runde für alles was uns aufgefallen ist!

00:08:06: Ja... Wir sind jetzt raus aus dem Sanatorium.

00:08:10: Jetzt

00:08:10: sind wir raus.

00:08:13: In dem wir die Gruppe sehr lange begleitet haben.

00:08:16: hat die Außenwelt deine Erwartungen erfüllt?

00:08:19: Ja, absolut.

00:08:21: Genau so wie ich es mir vorstelle und wir wissen ja immer noch nicht so richtig wie lange die jetzt da drin waren.

00:08:27: ob das jetzt ein Monat war oder mehr oder weniger kann ich mir fast gar nicht vorstellen vielleicht höchstens zwei oder so.

00:08:36: aber genau also meine Vorstellung von der Welt war dass sie im Grunde schon richtig rum runter ist ... wie so bei, ähm... nicht iRobot.

00:08:47: Wie heißt denn der Film mit Uwe Smith hier?

00:08:49: Ach, I am Legend!

00:08:50: So das ist schon dass da irgendwie alles die Rehe darum laufen und ja irgendwie die Wildnis dann wieder zurückkommt.

00:08:56: Ist es natürlich nicht aber dieses Gefühl hatte ich als sie dann durch diese verlorene Stadt gelaufen ist.

00:09:04: Ich musste auch an etwas denken, nämlich An The Last Of Us.

00:09:07: Wo das ja auf eine ähnliche Art und Weise ist, dieses Spiel in dem es nicht um Zombies aber so eine Art

00:09:13: hat,

00:09:14: die von so Pilzsporen befallen wurden halt Menschen.

00:09:18: Und da hat man auch dieses Bild von verlassenen Städten irgendwie von diesen Zombies, die rumstreunern dass man so dieses Gefühl hat, das alles was so zivilisatorisch erreicht wurde im Verlauf der Menschheitsgeschichte mal runtergefallen ist sozusagen mit diesem einen oder weggespült wurde.

00:09:36: und dieses Gefühl kommt hier auch auf.

00:09:38: Wobei wir uns noch gar nicht wirklich zu Beginn in die Stadt hinein bewegen sondern die Gruppe wartet ja lustigerweise erst mal am Anfang nochmal dort bis zum Tagesanbruch Und da haben wir erstmal so eine Reformierung eigentlich der Gruppe, die wir zu Beginn der Geschichte hatten.

00:09:54: Also du hast sie aufgezählt das sind ja alles... also ich hatte zum Beispiel für meinen Teil gedacht okay das wird jetzt so ablaufen dass wirklich alle überlebenden irgendwie jetzt im Schlepptau dieser Gruppe dann irgendwie hängen und organisiert werden müssen und dass die Frau des Arztes tatsächlich irgendwie jedem irgendwie zeigt wo man wo sie hinzugehen hat.

00:10:10: Sie beschreibt ja irgendwie die Wege so ein bisschen auch zu ein paar anderen um sich selbst oder selbst zurechtkommen.

00:10:17: Aber es wird wieder sehr, sehr reduziert und man hat das Gefühl hier ist auch erst mal wieder ein bisschen mehr Platz und Raum.

00:10:25: Ja jetzt sind wir wieder bei diesen sieben Leuten.

00:10:27: Wir waren ja ... Ich weiß gar nicht wie viel ... Es waren zweihundert und plus ... Zweihundfünfzig Wanderjahr in diesem Sanatorium.

00:10:34: Und das haben wir ja so ein bisschen gemerkt in der Beschreibung vom Buch dass wir immer mal von... So Point of Views weggerückt sind.

00:10:44: Und es gab eher so eine allgemeine Beschreibung, wie's dort aussah und was die Leute so gemacht haben... ...und man hatte so ein Gefühl von einer gesichtslosen Masse an Menschen, die dort drinne irgendwie haust.

00:10:55: am Ende warst das ja?

00:10:57: Und jetzt ist es wieder die Gruppe, also so eine ähnliche Gruppe wie wir das zu Beginn hatten als sie dort eingezogen sind.

00:11:03: Wir erinnern uns der erste Tag da war ja die Frau mit dem Arzt alleine dort

00:11:10: Ja,

00:11:10: konnte sich dann so ein bisschen umgucken und dann kam hier noch irgendwie so drei vier fünf Leute.

00:11:14: Und das war eine Hand voll.

00:11:16: Genau also erstmal die Leute aus dem Wartezimmer vor allem bis auf den Mann mit der Augenklappe, der viel später nochmal reinkam dann aber

00:11:22: der war ja auch im Wartezeimmer.

00:11:23: Der war auch genau da war auch im wartezimmer aber das hat ein paar Folgen sogar in unserem Fall gedauert, bis er dann mal gekommen ist.

00:11:30: Der kam spät!

00:11:30: Da kam wirklich so hinten raus als Prinzip... Ich glaube mit diesem Schwall der dafür gesorgt hat dass wirklich alle Betten besetzt sind und auch die Leute in den Gängen schon schlafen müssen usw.

00:11:39: Genau.

00:11:40: Der war ja derjenige der uns den einen Blick in die Welt da draußen gegeben hat was wir sonst nicht hätten.

00:11:46: Weil man ja ein bisschen länger draußen unterwegs war.

00:11:48: Und die sind jetzt unterwegs und ich finde es erstaunlich das dieser... Das der ärmste Blinde noch solange durchhält.

00:11:56: Also den haben wir ja im ersten Absatz, ist der ja erwähnt worden und mit dem hat er das ganze Jahr irgendwie angefangen.

00:12:04: Diese ganze Tortur und was passiert jetzt hier eigentlich um es nach Hause gebracht werden?

00:12:09: Und der hält jetzt immer noch durch, die hat keine große Rolle oder so.

00:12:12: Der ist jetzt einfach Teil dieser Gruppe genau wie seine Frau.

00:12:16: Und was ich mich gefragt habe, weil wir ja auch so ein bisschen darüber reden.

00:12:20: Was hat das hier eigentlich zu bedeuten?

00:12:21: Wie ist diese Epidemie hier überhaupt entstanden?

00:12:23: Das sind alles Fragen die bisher noch nicht beantwortet wurden.

00:12:25: und hat es vielleicht irgendwie einen religiösen mystischen Überbau oder sowas?

00:12:30: Ich finde es ganz interessant wie diese Gruppe hier auch als so eine Art... Klotz oder so eine Schicksalsgemeinschaft hier etabliert wird.

00:12:39: Das gibt ja so ne Zeile, der ich mir extra rausgeschrieben.

00:12:43: Wer sie betrachtete würde sagen Sie seien so geboren es schien ein einziger Körper zu sein mit einer einzigen Atmung und einem einzigen Hunger.

00:12:51: das war als die dann so zusammenlagen und im Prinzip auf den Tagesanbruch gewartet haben und wie so eine Masse da im Prinzip verschmolzen sind wenn man so will.

00:12:58: also alle beieinander lagen.

00:13:02: Ist das bezogen auf diese Gruppe von den sieben oder alle anderen?

00:13:05: Es waren ja eigentlich noch viel mehr andere dort.

00:13:08: Genau, aber es geht explizit

00:13:10: um die

00:13:11: sieben Leute, die sehr nah beieinander sind und es gibt diese Ähnlichkeiten da grundsätzlich auch.

00:13:16: Also dass es so eine Art Intimsphäre zwischen denen gibt also natürlich zwischen den Paaren, die wir hier haben... Wir haben

00:13:22: drei Paare mit dem Jungen.

00:13:25: Richtig!

00:13:26: Der Junge ist immer sehr nah an der Frau mit der Brille dran.

00:13:31: Von daher gibt es auch so eine Verbindung, so näher, sag ich mal.

00:13:34: Genau von dem Jungen wissen wir ja auch nur jetzt also dass er nicht mehr nach seiner Mutter schreit.

00:13:40: Er

00:13:40: hat irgendwie sehr lange immer nach seiner mutter gerufen und damit wurde er auch irgendwie charakterisiert Hat weiter nichts getan.

00:13:47: Wir haben keine wege von dem verfolgt.

00:13:49: Wir können's noch vorstellen das der da einfach umgesessen hat Und bei der Frau mit der Sonnenbrille war Und irgendwann einfach aufgehört hat.

00:13:56: jetzt meine Mutter kommt

00:13:57: nicht mehr.

00:13:57: Das ist ein schlauer Gedanke, da kommt mir gerade...

00:14:00: Danke!

00:14:00: Ja, muss ich dich mal loben hier.

00:14:03: Dann können die in der Alapata zugeschlafen.

00:14:07: Aber das ist ja wirklich interessant dass wir eigentlich so einen herauslösen aus familiären Bindungen hier haben also sowohl bei dem Jungen als auch ja bei der Frau mit der Brille wo ja auch nochmal Die Rede ist von den Eltern, bei denen sie ja zum Teil gewohnt hat und so.

00:14:22: Und sie sagt dann okay die werden jetzt nicht mehr dort sein und so ne?

00:14:25: Also es steht kaum zur oder ist so ein bisschen die Frage ok wie sieht man?

00:14:29: aber begegnet man denn nochmal quasi in der Geschichte dass man quasi... Zeit auch so ein bisschen auf dieses Schicksal hafte finde ich ein, dass man so aus diesen etablierten sozialen Strukturen die sich ja in so einer Gesellschaft herausbilden.

00:14:43: Familie ist ja so eine.

00:14:44: Herausgerissen wird und diese neue Gesellschaft muss sich irgendwie eine neue Form von Gemeinschaft bilden, die jetzt den Überlebenskampf aufnimmt oder wie zurecht kommt in dieser schönen neuen Welt?

00:14:55: Ja und damit wurde sie ja die Frau mit der Sonnenbrille plötzlich nur von einer Tochter zu einer Mutter ohne das jetzt... Schwangerschaftsgeburtsding.

00:15:05: Also es ist ja dann einfach aus dem Leiden der Gruppe heraus passiert.

00:15:10: Absolut,

00:15:10: was ja bei ihr auch noch mal zusätzlich interessant ist weil sie ja vorher anscheinend auch jemand war, der relativ viel... ... Sex mit irgendwelchen Menschen gehabt hat.

00:15:19: Also das war jetzt keine...

00:15:20: Einvernehmlichen?

00:15:21: Einvernemlichen Sex gehabt hat, genau!

00:15:23: Und sich ja da ein Hotelzimmer mit irgendwelschen Leuten getroffen hat und dann teilweise Geld dafür genommen hat usw.

00:15:29: und sie jetzt quasi das komplette Gegenteil ist als wäre sie irgendwie so ich will nicht sagen zum christlichen Lauben bekehrt worden.

00:15:35: aber so als ob der irgendwie so einen Prozess stattgefunden hat der sie in diese neue Rolle irgendwie hineingestoßen hat.

00:15:41: durch die Epidemie

00:15:42: Ja und wenn man das jetzt noch ein bisschen weiter dehnt, hat sie ja mit dem alten, nicht mit der Sonnenbrille, mit der Augenklappe.

00:15:52: Hat sie ja quasi einen neuen festen Partner gefunden, so an dem Sie da irgendwie durchs Leben geht.

00:15:57: Absolut!

00:15:57: Also

00:15:59: durch's Überleben gehen, sagen wir

00:16:00: mal so.

00:16:00: Genau, eine Rekonfiguration... Und das ist jetzt so ne Gruppe die ja ganz klar und deutlich ... auch in dieser Außenwelt angeführt wird von der Frau des Arztes.

00:16:10: Deutlicher denn je?

00:16:11: Deutlich er den je, genau!

00:16:13: Was sich auch an so verschiedenen Analogien deutlich macht... Also die Gruppe wird dann einer Stelle und das zahlt wieder auf diese Christus-Analogie ein,... ...die wir mal... Willst du nicht wegvonnen?

00:16:21: ne?

00:16:21: Will ich nicht weg vonnen aber der Roman blieb jetzt mir auch an.

00:16:25: ganz ehrlich also wenn diese Gruppe von Erblindeten da als eine Härte von Schafen beschrieben wird... ...dann ist der Gedankengang relativ schnell klar dass es da eine... ... einen Hürten oder eine Hürtin braucht.

00:16:35: in dem Fall, ne?

00:16:36: Und da sind wir wieder so der Herr aus meinen Hürte und so.

00:16:39: Da sind wir bei der Analogie aber man kann es auch anders betrachten... denn das ist was du im Vorgespräch auch erwähnt hattest.

00:16:45: sie werden ja auch als kleine Kinder ganz klar an einer Stelle auch bezeichnet.

00:16:49: Als kleine Kinder die sozusagen dann muss sozusagen die Mutter Nahrung besorgen.

00:16:54: Ja

00:16:54: wie so eine Vogelmutter, die den die Kinder im Nest zurücklässt in der Hoffnung dass denen nichts passiert Und dass der Mutter nichts passiert, weil die muss ja auch irgendwann wieder zurück und geschützt.

00:17:03: Da ist ja nichts... ...und sie holt Essen!

00:17:07: Und dann kommt sie wieder und gibt ihren Kindern oder diesen Vogel-Babyes irgendwie Essen?

00:17:11: Genau

00:17:12: also so eine Tieranalogie quasi so ein Zurückwerfen eigentlich von Gesellschaft auf so eine Art Ursprungsform.

00:17:20: es gibt Vater gibt es in dem Fall nicht, aber es gibt eine Mutter.

00:17:23: Es gibt die Kinder und die Mutter kümmert sich um die Kinder... ...und dann entwickelt sich sozusagen Zivilisation im Verlauf der Zeit.

00:17:29: Aber

00:17:30: diese Tierallerlogien haben wir ja schon immer gehabt?

00:17:32: Die waren nur abwertend und die waren jetzt nicht so als fürsorglich beschrieben wie diese Vogelmutter hier.

00:17:37: Ja.

00:17:38: Stimmt, das ist ja gar nicht ein Buch.

00:17:39: Das haben wir jetzt genommen.

00:17:40: So als Tieranalogie.

00:17:41: Sondern wir hatten ja sonst immer so...ja, die Hirte schafe, blökt.

00:17:44: Als die Leute da, die internierten dazu massender reingeführt wurden oder ...die Krankheiten mit Füchse, die krank sind oder auch so eine Nummer war das alles?

00:17:53: Es wurde alles irgendwie zu Objekten gemacht.

00:17:56: Richtig!

00:17:57: Also auch diese Gruppe von Vergewaltigern wurden als Schweine bezeichnet usw.

00:18:01: oder Wir auch

00:18:02: gegrunzt haben.

00:18:05: Das ist vollkommen recht, aber dieser Aufenthalt im Sanatorium war für mich immer noch so eine Art Ausnahmezustand der parallel zur Gesellschaft da draußen stattfindet die irgendwie auf eine Art und Weise versucht damit klarzukommen.

00:18:17: also quasi ursprünglich mal festgelegt, das muss temporär sein in diesem Sanatorium.

00:18:21: Auch wenn man nicht so richtig einen Exitplan hatte von Regierungsseite aus.

00:18:25: Aber dass man jetzt quasi rausgeht wieder und dann wieder Teil dieser Welt ist in der Freiheit sich befindet... ...und sich auch hier draußen eine Rekonfiguration im Prinzip von einer Gruppe manifestiert.

00:18:35: Das ist dann schon eine Umkehrung oder eine Modifikation von dem was wir vor der Pandemie hatten.

00:18:45: Das wissen

00:18:45: wir noch nicht, das diskutieren wir gleich nochmal.

00:18:50: Aber davor gab es ja auf jeden Fall... Also das was wir halt so aus unserem Alltag kennen, ne?

00:18:53: Es gab Familien und keine Ahnung irgendwie Berufsbeziehungen usw.

00:18:57: Es gab sowas wie ein geregeltem Alltag usw.. Und das hat sich jetzt aufgelöst und wurde in eine irgendwie neu geartete Form gegossen.

00:19:05: eigentlich

00:19:06: Da wird's hier irgendwann mal Zeit für Namen oder nicht?

00:19:10: Irgendwann muss man doch den Punkt finden an dem man wieder Mensch wird.

00:19:13: Ach so, ja.

00:19:15: Na gut das ist so ein bisschen die Frage ob das... Also natürlich haben die wahrscheinlich irgendwie alle bürgerliche Namen aber sie wurden ja quasi davor schon nie mit Namen bezeichnet oder sowas?

00:19:23: Nein

00:19:23: nein klar!

00:19:23: Aber diese Namensverweigerung war ja auch Thema von der Frau des Arztes.

00:19:29: Die hat ja auch gesagt es bringt ja nichts irgendwelche Namen reinzubringen sondern wir sind jetzt hier zurückgeworfen als auf was weiß ich.. Der der Stotter hatte die mit der Brille so diese Und vielleicht wird es hier irgendwann mal wieder Zeit zum Mensch werden und sagen okay gut wir sind jetzt nicht mehr nur der alte Metersondenbruder sondern das ist... So ein Paul oder?

00:19:51: Ja lustigeweise bräuchtest du Namen für dich so um diese Figuren vielleicht mehr zu fassen, oder irgendwie so näher an die Rand zu

00:20:02: kommen.

00:20:03: Ja ne ich weiß ich nicht.

00:20:06: gute Frage lass mich kurz überlegen

00:20:07: weil ich möchte ganz kurz was sozusagen wie ich das mittlerweile sehe.

00:20:11: Natürlich haben wir in unserer realen Welt Namen, aber gleichzeitig verbindet man ja allein schon mit diesem Konstrukt.

00:20:16: Diesem Wort-Konstrukt Mann mit der Augenklappe.

00:20:19: Schon so bestimmte Eigenschaften und eine gewisse Persönlichkeit usw.

00:20:23: Und sofort dass das an diesem Punkt der Geschichte irgendwie... Ich weiß nicht so.

00:20:29: Die wird's nicht geben?

00:20:30: Ja glaube ich auch.

00:20:32: Aber ich überlege jetzt gerade mein Name war ja.

00:20:36: Ich glaube es wäre fast befremdlich, wenn wir auf einmal herausfinden der Mann mit der Augenklappe heißt Alfred oder sowas.

00:20:44: Dann wäre das irgendwie würde ein anderes Bild aufmachen in meinem Kopf.

00:20:48: Es fällt natürlich leichter einer der Frau des Arztes zu folgen weil dass irgend wie ein anderes bild gibt Oder der der der frau mit der Sonnenbrille oder so Als wenn die einfach Laura hießen würden oder Madeleine.

00:21:05: Da braucht es dann, da braucht das ja ganz viel.

00:21:09: Also ich abstrahiere jetzt von diesen ganzen Fantasykramen.

00:21:13: Das sind ja Namen, das ist ja im Grunde fast Schall und Rauch die kann man sich ja ausdenken.

00:21:16: gerade bei diesen Fantasienamen haben wir dann irgendwelche... Bezeichnungen die wir nicht als in unserem wortlaut als Namen haben sondern einfach fette sie namens und da fällt es mir tatsächlich sehr, sehr schwer irgendwie immer wieder bezüge gerade wenn es viele werden.

00:21:33: Herzustellen.

00:21:35: ist das jetzt Xorlin der Stadtrat von Stadt XY?

00:21:41: oder ist XorLin jetzt der barbaren Anführer vom Clan?

00:21:45: irgendwas ja?

00:21:46: Und ist nicht Takim Du weißt, was ich meine.

00:21:50: Ja?

00:21:50: Das sind so... Da brauchst du glaube ich mehr Verbindungen dazu.

00:21:56: Da brauchts mehr Szenen in dem wir Xorlin erleben damit bei uns ein Bild entsteht von Xorlim und dieses innere Bild projizieren wir ja dann auf den Namen und da verankert sich das dann irgendwie immer.

00:22:12: wenn wir XORLIN lesen dann wissen wir okay ach stimmt das war der Typ eigentlich.

00:22:17: aber ich habe halt die Erfahrung gemacht dass das gerade, ich gucke jetzt hier zum Rat der Zeit so.

00:22:23: Dass es völlig abstrus werden kann und am Ende folgt man gar keine mehr.

00:22:28: Und tatsächlich hilft es in dem Fall einfach der blonde Dude!

00:22:32: Weil du kannst nicht fünfzehn blonde Dudes haben, sondern es gibt nur einen blonden Dude und irgendwie fällt das leichter hin zu.

00:22:39: ach der blonde dude.

00:22:40: Ach der war der Stadtrat von Ja?

00:22:43: Und Soli hat ja ... War ja der Hinkinde oder sowas Der Typ der hinkt.

00:22:48: So dann hat man ein anderes Bild davon was es einfacher macht diesen Leuten irgendwie zu folgen.

00:22:53: Kannst Du mir folgen?

00:22:54: Ja

00:22:54: ich verstehe was Du meinst.

00:22:56: Ich halte es für diese Geschichte halt tatsächlich irgendwie förderlich, weil die ganzen Äußerlichkeiten auf die die Figuren ja im Endeffekt reduziert werden und mit denen wir dann auch diese Verbindungen haben.

00:23:06: Ein schielender Junge beispielsweise.

00:23:08: Das macht ganz viele Möglichkeiten auf wie das Leben dieser Menschen ... dieser Pandemie hätte sein können oder vielleicht war.

00:23:18: Also, wenn man weiß wie Kinder so sind... ... ne?

00:23:21: Wie sie so auf Äußerlichkeiten jetzt im Schulalltag und so weiter reagieren.

00:23:24: Und wenn da jemand rumläuft der Schild dann ist es relativ schnell,... ... hat man diesen Gedankengang von okay das Hatfe ist vielleicht so eine Außenseiterfigur in der Schule auch irgendwie mal gewesen.

00:23:32: Weißt du irgendwie das ist so dieses Bild was da drinsteckt.

00:23:34: Was natürlich auch vollkommen anders sein kann aber trotzdem wird das erstmal in meinem Fall zumindest aufgemacht und dass gibt ihm dann nochmal so eine Persönlichkeit im Sinne von, ja okay hier ist jetzt jemand der vielleicht vorher so eine gewisse Form vom Paar erfahren hat und er jetzt in dieses Sanatorium reinkommt seine Eltern verliert usw.

00:23:52: aber trotzdem noch so ne Mutterfigur jetzt auf einmal findet.

00:23:57: das bringt mich irgendwie noch mal näher an diese Figur heran.

00:23:59: irgendwie weißt du also wenn wir jetzt einfach nur einen Namen bekommen hätten dass es der kleine Max oder sowas Aber

00:24:04: da würde Klein schon wieder helfen, weil Klein ist ja so ne äußerlich.

00:24:08: Ja aber Max könnte ja wenn er jetzt, weiß ich nicht, könnte man ja... Wir haben jetzt nicht viele Figuren die jetzt irgendwie benannt werden, aber wenn wir jetzt einen Cast hätten von sagen wir dreihundert dann ist Max nur einer davon.

00:24:21: erstmal und wenn der jetzt nicht groß auffällt sondern alle fünfzig Seiten mal Max erwähnt wird in irgendeiner Form würde mir das, glaube ich schon schwerer Feind sagen.

00:24:29: Was war Max noch mal?

00:24:30: Ja genau, richtig!

00:24:31: Max war jetzt der neue Partner von Magda oder war es eigentlich Jean-Paul?

00:24:44: und so heißt einfach der Schiene Junge und der Alte mit der Sonne.

00:24:49: Augenklappen.

00:24:52: Absolut ja.

00:24:53: und auf der anderen Seite gibt es natürlich auch dann eben so Bezeichnungen wie Der Arzt, und der Arzt ist ja im Prinzip auch so ein Rekorieren auf eigentlich eine vergangene Gesellschaft So, wenn man so will.

00:25:04: Also vielleicht sind diese Fähigkeiten des Arzes in der Gegenwart jetzt immer noch hilfreich in irgendeiner Form.

00:25:09: aber trotzdem ist... ...der Arzt, der diesen Job ausführt überhaupt Jobbezeichnungen oder sowas.

00:25:13: das ist mir etwas was erstmal vorläufig zumindest der Vergangenheit angehört und sich erst wieder... In dieser neuen Gesellschaft reetablieren müsste.

00:25:20: irgendwie durch irgendwelche Mechanismen

00:25:22: Ja!

00:25:22: Und vielleicht ist er denn später kein Arzt mehr sondern Bauer.

00:25:26: Ja genau, weil

00:25:27: er dann gut anbauen kann.

00:25:28: Wir bekommen das ja hier auch einmal in einer Stelle nochmal so gespiegelt oder in Erinnerung gerufen nämlich bei dem ersten Gespräch was die Frau des Arztes führt wenn sie in diese Apotheke reingeht da sagt ihr auch okay das ist eine Apotheker aber hier ist kein Apothecker.

00:25:43: vielleicht ist ja irgendwo der Apotheka und seine Familie und so weiter und sofort und es kommt ja dann relativ schnell raus.

00:25:48: ok dass es vollkommen egal wer hier ist das sind irgendwelche Menschen anscheinend.

00:25:52: Diese alten Strukturen gibt es nicht mehr auch wenn noch so ein großes Schild mit Apotheke drauf steht.

00:25:57: Das ist egal, dass es genauso ein Haus wie jedes andere ist wenn man so will.

00:25:59: Ja zumindest gibt's das für sie noch irgendwie

00:26:03: aber

00:26:03: für die anderen ja alle nicht.

00:26:04: also für die Anderen die dort sind die die Ertasten er schnüffeln das wird ganz wichtig hier.

00:26:10: Gibt's jetzt was zu essen oder nicht?

00:26:12: Genau richtig!

00:26:13: Also wenn du jetzt so eine Augen zu machst und so eine Packung Medizin in der Hand hast weißt du auch nicht was ich da jetzt habe.

00:26:20: Ist das jetzt hier Ibuprofen oder irgendein abführender Scheiß ... würdest du jetzt auch nicht einfach einpfeifen?

00:26:26: Ja, genau.

00:26:27: Du

00:26:27: kannst ja nicht...

00:26:28: oder mal gucken was passiert.

00:26:29: Oder mal gucken, was passiert

00:26:31: so freiwillige

00:26:32: vorn.

00:26:33: Hast du einen Thema?

00:26:34: Ja wir haben hier schon mit der Stadt waren.

00:26:38: ich finde diese Stimmung die dort herrscht aus der Sicht der Frau verfolgen wir das Jahr wie sie dann irgendwie durch die Stadt durchgeht am Anfang erst mit der Gruppe und dann guckt ihr da an zu regnen so'n bisschen Und lernt da so ein paar Leute kennen in Anführungszeichen, die denen dann sagen ihr pass auf hier ist das alles voll hier Prost gar nicht machen und wir lernen so ein bisschen die Stadt grob kennen also ganz grob.

00:27:04: Also gar nicht große Beschreibung oder irgend sowas und es hat so einen Flair von einer Zombie-Stadt ohne diese Gefahr irgendwie dass da jetzt plötzlich ein Monster hinter der Tür her vorspringt oder eine Horde von Zombies verfolgt.

00:27:20: Also diese Frau verfolgt, die muss ich irgendwie schützen oder verteidigen.

00:27:27: Auch hier schwebt sie so ein bisschen drüber weil die Gefahr gibt es im Grunde nicht.

00:27:31: Das wird dann in engen Räumen etwas schwierig, das haben wir später beim Lebensmittelladen wo er flüchten muss.

00:27:38: aber im Grund Auf offener Fläche gibt es keine, sie kann da ganz frei wandeln und gucken.

00:27:44: Und irgendwie an die Leuten vorbeischauen... ...und hat im Grunde keine großen Gefahren

00:27:48: auszustehen.".

00:27:49: Also fast so ein bisschen komediantisch aus ihrer Sicht ne?

00:27:53: Natürlich ist das irgendwo tragisch aber es macht auch irgendwie so einen, ich sag mal zumindest trage komisches Bild auf wenn da irgendwie zwei Menschen auf die Straße gehen und gegeneinander stoßen irgendwie, weißt du?

00:28:04: Und dann vielleicht hinfallen oder so.

00:28:07: Da kommen wir zu der Tieranalogie, die vergleichtete mit Ameisen.

00:28:12: Dass manche Leute da so Wege gefunden haben auch Hand in Hand, die hintereinandergehen an Hauswänden lang natürlich weil auf dem Straßen sind sie verloren und wenn die sich entgegenkommen, dann organisieren die sich dann irgendwie so dass die einen um die anderen herum gehen wie zwei Straßen, zwei Bahnen von so Ameissen Und dann gehen die weiter ihre Wege.

00:28:31: Ja, genau.

00:28:33: Das fand ich auch irgendwie witzig und ich hatte noch so ein Gefühl von... Eigentlich könnte sie ja wenn sie jetzt nicht ganz so trampelt oder laut ist Sie können ja immer ganz nah ran gehen an alles Die fühlt sich ja keiner komisch also den ins Gesicht starten.

00:28:53: Und es hat so ein Gefühl von manchmal gibt's ja im Videospielen diesen Effekt, diesen Out of Bounds-Effekt wenn man außerhalb dieser Spielgrenzen geht durch einen Glitch oder was auch immer so dass man da so mit der Kamera oder mit der Spielfigur dann so frei über das ganze die ganze Stadt gehen kann und irgendwie in Bereiche gehen kann die man normalerweise nicht so verfolgt hat oder mal ranzoomen wo man normalerweise gar nicht ranzoomen kann hinter die Kulissen gucken Und so ein Gefühl hatte das.

00:29:26: Also Privilegien, ich weiß nicht, Privilegen werden ja einem zugesprochen aber es ist ... Ich finde jetzt macht es noch mal bestätigt dieses Zwischen den Welten sein.

00:29:37: Klar ist sie da muss überleben und die anderen versorgen

00:29:39: usw.,

00:29:39: Aber gleichzeitig bewegt sich auf einer ganz ganz anderen Ebene als alle anderen dort in dieser Stadt

00:29:46: Absolut.

00:29:46: Also, sie steht da so ein bisschen über den Dingen oder steht über den Dingen und fungiert für uns quasi als eine Art Beobachterin und Botschafterin die uns diese neue Stadt jetzt näher bringen sozusagen.

00:29:56: Da gibt es ganz viele Beschreibungen.

00:29:58: zunächst mal auch dieses Labyrinth-Hafte was die Stadt ja anscheinend hat.

00:30:02: also ganz grundsätzlich deswegen verbleiben Sie ja auch zum nächsten Mal bis zum Tagesanbruch dort weil diese brennenden Trümmer immer noch so Wärme und Orientierung geben.

00:30:11: Es wird wirklich davon gesprochen dass das ist da noch warm ist.

00:30:14: dadurch

00:30:15: Ach, vom Sanatorium jetzt?

00:30:17: Genau.

00:30:17: Deswegen verbleibt man erst mal da und dann hat man aber trotzdem so eine Art Gleichförmigkeit von Straßen-, Häuserblöcken- und auch bestimmten Plätzen was wir allein daran erkennen können dass sie aus dem Supermarkt zurückkehrt und dann nicht weiß okay warte mal wo muss ich jetzt lang um zu dem Ort zu kommen an denen meine Freunde sind und so und sie ist ja noch jemand der sehen kann.

00:30:37: von daher kann man sich vorstellen wie das für andere Menschen sein muss.

00:30:40: also es würde dann auch oder wurde glaube Auch davon gesprochen, dass es ja so eine Unmöglichkeit gibt zum Beispiel seine eigene Wohnung wiederzufinden in dieser Stadt weil man alleine unterwegs ist.

00:30:48: Das geht ja nicht quasi.

00:30:50: Genau!

00:30:50: Davon kann sich verabschieden.

00:30:52: Aber das hier wird ganz klar etabliert, dass auch durchaus den sehenden Menschen so geht.

00:30:56: Dass es da so eine gewisse Gleichförmigkeit gibt und diese ganze Stadt so eine Labyrintheftigkeit im Großen und Ganzen beherbergt.

00:31:04: Was wir außerdem beobachten sind soziale Gepflogenheiten teilweise welche die sich... die nicht mehr existieren und teilweise welche, die neu etabliert wurden.

00:31:12: Also was nicht mehr existiert ist dieses ganz alltägliche guten Tag sagen das gibt es nicht mehr.

00:31:18: Stattdessen haben wir so eine neue soziale Geplogenheit von wenn zwei Menschen zum Beispiel gegeneinander rempeln dann gibt es so ein akzeptierendes Schweigen.

00:31:26: man weiß schon okay das ist wieder jemand und wir gehen einfach weiter unserer Wege sozusagen.

00:31:31: und auch dieses... Schnüffeln an Häusern ist auch so etwas, was man sich vorstellen kann, die überall langgehen dann und dann an irgendwelchen Häuserschniffeln umzugucken.

00:31:39: Okay gibt's da irgendwas zu essen drin zum Beispiel oder so?

00:31:42: Ja!

00:31:42: Auch diese Aneinanderrempeln führt ja nicht dazu oder scheinbar auch nicht dazu dass sie sich irgendwie organisieren oder zusammentun oder austauschen oder so weiter weil es im Grunde keine Rolle spielt.

00:31:54: Weil das vielleicht auch dem überleben nicht zuträglich ist.

00:31:58: Ich

00:31:58: kann mir ja schon vorstellen, dass es ab einer bestimmten Gruppengröße ist.

00:32:01: Schwer ist die zu versorgen weil du brauchst auch entsprechend viel Essen.

00:32:06: Wenn du zwanzig Leute versorgnet musst, ist das was anderes als wenn du nur sieben dabei hast.

00:32:10: und vielleicht ist es auch ganz gut nicht alleine unterwegs zu sein obwohl du da mehr Nahrung hast.

00:32:14: aber alleine heißt natürlich also du hast keine Unterstützung, hast keine Hilfe.

00:32:18: Ja genau auf der anderen Seite ... herrscht natürlich auch das ja auch was, was im Sanatorium etabliert wurde.

00:32:25: Diese Missgunst irgendwie der Night beziehungsweise, nee das ist eigentlich falsch gesagt aber so dieses Misstrauen gegenüber anderen Leuten.

00:32:32: Das

00:32:32: war im Sanitorium?

00:32:33: Ja genau, dass man da theoretisch ständig diese Angst haben könnte okay... Man hat zum Beispiel einen Supermarkt entdeckt und jemand heimst vielleicht mehr für sich ein als für... ... den Rest der Gruppe, für die man vielleicht Essen gehen holt oder so weißt du?

00:32:45: Also das kann ja keiner kontrollieren im Endeffekt so richtig.

00:32:48: Nee genau!

00:32:49: Deswegen läuft es auch so ein Kampf eigentlich für sich... ...oder für ganz kleine Gruppen vielleicht, Gruppchen hinaus oder so.

00:32:55: Das sind ja die, die wir hier sehen eigentlich.

00:32:56: Genau

00:32:56: und diese kleinen Gruppen besetzen dann eben Geschäfte, Läden alles was ebenerdig ist Weil wir erfahren von dem einen Blinden, der da in diesem Geschäft ist mit dem die Frau des Arzt dann so spricht.

00:33:10: Dass es im Grunde gefährlich ist irgendwie in höhere Etagen zu gehen weil dann eben dort die Treppen sind.

00:33:16: und also erst mal macht das die Orientierung noch viel schwerer.

00:33:20: Und dann ist natürlich die Verletzungsgefahr sehr hoch.

00:33:22: und Wir wissen ja verletzungen jetzt in dieser Zeit sind im Grund tödlich ... alle blind.

00:33:28: und was weiß ich, Medizin gibt's ja auch nicht mehr so richtig.

00:33:30: Kriegen wir auch wieder einen Erinnerung gerufen mit dieser einen Frau die eine Scherbe dann in ihren Fuß bekommt oder war es das Bein?

00:33:36: Im Knie!

00:33:36: Im Kniwas okay, genau im Supermarkt.

00:33:39: Ja genau.

00:33:40: Genau, also auch da nochmal dieses eigentlich fast so ein... ist jetzt nicht die gleiche Verletzung aber noch mal so eine Art Rückgriff auf das was wir im Sanatorium bereits am Anfang mit dem Autodeep hatten.

00:33:50: Aber ich habe die Szene glaube ich nicht ganz verstanden weil die haben dann angefangen will zu lachen oder irgendwie so darüber.

00:33:55: fanden sie das nicht irgendwie witzig?

00:33:57: Oder so?

00:33:58: Die fanden das glaub ich witzigs!

00:34:01: Weil also die Szeme war die Frau des Arztes findet letztendlich diesen Lebensmittelladen wo sie später in das Lager mit eign.. ... geht, aber da sind noch Blinde drinne.

00:34:10: Die gerade irgendwie diesen Boden absuchen und einer von denen kriegt auf dem Fußboden rum... ...und kriegt eine Scherbe ins Knie oder ins Bein oder so.

00:34:19: Und dann fängt die das irgendwie witzig oder so?

00:34:22: Ich hab's auch nicht richtig verstanden!

00:34:23: Das kannst du dir das

00:34:24: erklären?!

00:34:25: Nee kann ich es nicht.

00:34:25: Vielleicht aus so einer gewissen Routine heraus war solche Sachen immer... Also auch Teil des Alltags geworden sind, solche Unfälle.

00:34:32: Ja genau das ist also solche Unfälle, solche Sachen ja so nach dem Motto.

00:34:36: Es ist sehr martialisch irgendwie aber eine andere Erklärung habe ich jetzt tatsächlich nicht dafür.

00:34:39: Okay

00:34:40: es ist natürlich doof dass wir wissen wie das später ausgehen wird ne?

00:34:44: Wir wissen ja was mit Verletzungen passiert.

00:34:45: Ja klar genau richtig die

00:34:47: vielleicht noch nicht

00:34:48: behandelt wurden.

00:34:49: Und dann sagt ihr... Wie hatten dir die Verletzung von dem... Was war das der Autodieb?

00:34:57: Der von der Frau des Arztes, nee Quatsch.

00:35:01: Mit einer Sonnenbrille er verletzt wurde nachdem sie sich verteidigt hat und an dieser Verletzung ist er ja letztendlich gestorben.

00:35:06: dann

00:35:07: glaub

00:35:07: ich

00:35:08: oder

00:35:08: Schossen aber

00:35:09: eher Fieber

00:35:10: gehabt und er wäre gestorbt worden.

00:35:13: Dann kriegen wir jetzt mit okay die Krabbende auf dem Fußboden rum das alles voller Glas scherben.

00:35:18: naja gut dann bis mal

00:35:19: Dass man was

00:35:21: passiert.

00:35:21: Ja,

00:35:22: absolut!

00:35:23: Ich würde gerne mal auf diese neue Wohnsituation zu sprechen kommen weil das kriegen wir dann relativ zeitig mit nachdem die in der Stadt unterwegs sind dass irgendwie gibt es diesen Drang dass alle wieder ihre Wohnung zurückkehren.

00:35:38: Ja das war ja auch, dass der Plan schon am Anfang von diesen Seiten die wir gelesen haben.

00:35:44: Der Gruppe, dass sie überlegt haben was machen wir denn jetzt eigentlich?

00:35:48: Wo gehen wir denn hin?

00:35:48: und dann sind die so ein bisschen durchgegangen wo jeder wohnt Und haben dann herausgefunden wie weit das so irgendwie entfernt ist also wie eine Route grob Wo sich dann rausstellt na guck die Frau des nicht die Frau dess Die frau mit der Sonnenbrille Wohnt irgendwie da so am nächsten Was auch immer das bedeutet.

00:36:07: Und dann wird der Frau des Arztes erzählt, dass die das auch alle hatten.

00:36:14: Alle wollen irgendwie zurück in ihre Wohnung gehen aber man also von Glück reden kann wenn man sie überhaupt findet und dann aber eher davon ausgehen muss dass die schon belegt sind oder auf jeden Fall belegt waren.

00:36:29: Also irgendwie läuft da laufender Gruppen durch, weil die können ja offensichtlich auch nicht ewig dort bleiben, weil vielleicht gibt es auch keine Versorgung dadurch, weil ich glaube Wasser gibt's ja auch nicht mehr?

00:36:39: Das wissen wir auch nicht!

00:36:40: Doch das wissen wir.

00:36:41: Wir wissen, dass kein Wasser aus der Kanalisation kommt.

00:36:43: Alles klar!

00:36:43: Dann gibt es auch keinen Wasser, es gibt keinen Strom... ...es gibt dort keinen Essen.

00:36:47: Das heißt, das ist schön, dass sie erstmal eine Wohnung haben vor was, was ich kälte.

00:36:50: Gut, Winter gab's auch noch nicht.

00:36:52: Aber auf jeden Fall vom Regen und zum Schlafen können Sie etwas machen.. ..und vielleicht ist es auch verhältnismäßig sicherer als wenn man es auf der Straße schläft.

00:36:59: Aber langfristig ist da nichts zu holen.

00:37:01: deswegen wandern diese Gruppen weiter Und deswegen, also diese bereits bewohnten Orte hat mich dann so ein bisschen erinnert.

00:37:10: Es ist wie in einer Mietwohnung eigentlich weil in diesen Miet-Wohnungen, in dem wir beide jetzt zumindest wohnen da haben ja auch Leute gewohnt und vor denen haben ja die auch weitergezogen und dann fühlt man das irgendwie mit dem eigenen Leben ohne auf diesem ganzen Überlebensding zu sein.

00:37:29: Ist schon klar!

00:37:33: die Konsequenz daraus ist, dass es letztlich keinen Anspruch mehr auf Eigentum gibt.

00:37:40: Das kannst du nicht sagen das ist mein Garten, das ist jetzt meine Wohnung, das sind meine Couch oder was weiß ich meinen Platz sondern im Grunde eher nur das was man bei sich trägt.

00:37:49: so und auch da würde ich sagen naja wir haben ja gelernt auch das ist erstreitbar.

00:37:55: ja also man kann ja jedem alles wegnehmen und am Ende bleibt ja was bleibt dann?

00:38:02: Man selbst und vielleicht die Gruppe.

00:38:06: Ich finde es tatsächlich super spannend, dass das auch ein größerer Punkt, den ich mir hier aufgeschrieben hatte.

00:38:10: Was wir hier erleben ist im Prinzip die völlige Umweltsung der Eigentumstrukturen wie wir sie vorher hatten.

00:38:18: Und ich finde es auch ganz spannend wenn man mal so drüber nachdenkt

00:38:20: bzw.,

00:38:21: wenn man sich als Leser auch mal so bisschen hinterfragt was wünscht man sich eigentlich jetzt wo die ganze Gruppe aus dem Sanatorium raus ist am Anfang?

00:38:28: Eigentlich wünscht man sich doch irgendwie, dass die alle so in ihr geregeltes Leben wie früher zurückkommen.

00:38:33: Und das scheint diese ja auch zu wünschen.

00:38:35: Zumindest

00:38:35: ins heimelige Nest?

00:38:37: Ja genau richtig!

00:38:38: Also quasi in der Form von Eigentum oder beziehungsweise Vermietung in dem Fall.

00:38:43: aber in der Wohnung befindet es sich trotzdem.

00:38:47: Was man vorher einmal besessen hatte was eigentlich in der gegenwärtigen Situation Nicht so hundertprozentig Sinn ergibt.

00:38:55: Weil man stelle sich mal vor, dass zum Beispiel die zunächst einmal die Frau mit der Augen klappt?

00:38:59: Nein!

00:39:00: Die Frau mit den Brille... Augenklappenbrillen.

00:39:02: Wow!

00:39:03: Gut das wir keine Namen haben.

00:39:06: Vielleicht brauchen

00:39:06: wir doch einen Namen.

00:39:07: Vielleicht braucht man doch einen Name.

00:39:10: Jill.

00:39:10: Dass ich die Frau in ihrer Wohnung gebracht wird.

00:39:15: Und sie muss ja dann zwangsterfügt trotzdem irgendwann, wenn die dann für sich ist mal raus um sich essen zu besorgen oder auch Wasser zu besorgern.

00:39:22: Überleben

00:39:22: halt!

00:39:23: Überleben und was ja dann passieren würde im Endeffekt gerade bei dieser Erfahrung in Blindheitszustand mit der großen Stadt noch nicht vorhanden ist so ein großem Ganzen.

00:39:31: ich bin mir sicher es gibt also es gibt ja auch für echte normal in Anführungsstrichen normale Blinde die wir in unserer Gesellschaft haben gibt's ja trotzdem auch so Hilfen wie einen blinden Hund zum Beispiel oder sowas oder diese Stöcke oder so weiter und sofort.

00:39:45: Ich kann mir relativ schwer vorstellen, dass man wenn man keine Erfahrung damit hat und dann sich auf so einen Streifzug mal begeben muss.

00:39:51: Dass man dann wirklich alleine den Weg zurückfindet in seine Wohnung gerade wenn man nicht weiß wo überhaupt Essen zu finden ist.

00:39:57: also ich könnte jetzt hier bei mir auch um die Ecke zu Supermarkt X Y weil ich da festste okay das ist ja gar nichts.

00:40:02: Da muss ich ja weiter suchen und dann den weg zurückzufinden in die eigene Wohnung erscheint mir relativ unmöglich.

00:40:08: Das erscheinte der Frau des Arztes die sehen kann schon fast

00:40:10: unmöglich ohne

00:40:12: Stadtplan links, rechts abgebogen und dann wusste sie nicht mehr wo sie war.

00:40:17: Ja ganz genau das heißt es ist eigentlich so im großen ganzen relativ sinnlos in diese alten Strukturen zurückzukehren und auf sich alleine irgendwie zu versuchen diesen Weg so zu bestreiten.

00:40:27: ne?

00:40:27: Ja

00:40:28: sinnlos weiß ich nicht!

00:40:31: Also aus der Sicht des Überlebens ja auf jeden Fall wenn man so in der Vernunft ist aber aus dem Gefühl der Sicherheit absolut nicht weil diese Leute von den Ausgehenden, die wir verfolgt haben in dem Sanatorium gab es ja Sicherheit nicht mehr.

00:40:49: Die sind ja da rein und dann war's das.

00:40:51: Diese waren im ständigen, in der ständige Angst, jeder ist damit anders umgegangen.

00:40:57: Andere sind da wie flechmatisch in der Ecke gewesen und andere haben gekämpft.

00:41:01: Andere haben alle die anderen unterjocht, dann gab es Gewalt und was auch immer.

00:41:05: Es war ja ständig auch die Angst um Gipsnahrung, was ist hier mit der Hygiene?

00:41:10: Was ist mit Krankheiten

00:41:11: usw.?

00:41:12: Dieses Gefühl von Sicherheit hatten sie vielleicht diese zwei Minuten nachdem wir ins eigene Bett gegangen sind, um dann die Augen zuzumachen.

00:41:20: Und wenn's zwei Minuten waren, war das wahrscheinlich lang!

00:41:23: Das heißt... Also ich finde es sehr nachvollziehbar, dass die sagen okay jetzt sind wir hier frei.

00:41:27: Jetzt gehen wir wieder nach Hause bitte!

00:41:29: Weil da ist irgendwie mein Sicherheitsanker und da will ich auch erst mal sein.

00:41:32: das ist natürlich absolut völlig erquatscht, dass das irgendwie zum Überleben beiträgt aber das Gefühl ist absolut nachvollziebbar.

00:41:39: Ich will nicht sagen dass ich das nicht nachvollziehen finde... ...ich find' es aber interessant, dass sowohl wir als Leser uns irgendwie das wünschen so ein bisschen, dass es wieder zurückgeht in dieses Heimelut.

00:41:48: Absolut natürlich!

00:41:50: Als auch, dass die Figuren ja nichts anderes wollen als zurück in ihr altes Leben irgendwie zu kommen.

00:41:55: also das heißt hier gibt's quasi diese neue Gesellschaftstruktur zwangsläufig irgendwie und trotzdem scheint es aber in den Gedanken der Menschen erstmal nichts weiterzugeben oder keine andere Möglichkeit zu geben als einen zurück.

00:42:06: wir erleben jetzt gerade wie die Frau des Arztes Essen holt und sie versorgt.

00:42:09: Das ist kein Idealzustand, aber es ist für die Leute hier der absolute Best Case eigentlich zu überleben.

00:42:16: Dass die Frau losgeht oder was?

00:42:17: Dass

00:42:17: die frau das immer macht.

00:42:18: Auf

00:42:18: jeden Fall!

00:42:19: Das ist ja das Beste, was dem passieren kann... ...oder wie sie überleben können.

00:42:22: Anders ist es nicht möglich meiner Meinung nach.

00:42:24: Außerdem versuchen's auf eigener Faust, aber das erscheint mir eher schwierig, sag ich mal zumindest.

00:42:31: Ja, also wenn nicht unmöglich.

00:42:33: Also die kennen sich alle nicht aus, sie wissen auch nicht und irgendwie hat man sich auch... haben die Außen sich schon irgendwie auch an diese deren Situation draußen angepasst in dem die Schnüffeln drum gehen Und dieses Schnüffen des Riechen das war ja im Sanatorium war es der Tötel... Also ging er gar nicht weil wir wissen ja wie's gestunken hat.

00:42:51: Das heißt die konnten sich.. Also auf dieser Strategie kennen Sie ja noch gar nicht Was die gemacht haben, ist getastet.

00:42:58: Die haben durch diese ganzen Fäkaren irgendwelche Krüme rausgesucht.

00:43:02: Aber errochen haben sie noch nichts.

00:43:04: Also das müssen die auch neu lernen und wer weiß wann sie da auf diese Idee gekommen sind oder was ja nicht Idee gekommen war.

00:43:10: aber wer weiß wenn sie diese Strategie entdeckt hätten?

00:43:13: Ja absolut genau!

00:43:15: Und dieses Neu-Formieren von Gesellschaftsstrukturen dieses neue Denken von Gesellschaft in einem jetzigen Zustand.

00:43:24: Dass das nicht wirklich eine Option für die Menschen ist, erkennt man auch immer noch daran.

00:43:28: und dass es das was ich vorhin gesagt habe, dass wir auch immer wieder diese verschiedenen Clues haben auf die Welt davor.

00:43:33: der Arzt wird immer noch als Arzt angesprochen obwohl er in dieser Welt jetzt kein Arzt mehr ist.

00:43:37: Er mag diese Fähigkeiten haben, diese Berufsbezeichnung gibt es in dieser Form wahrscheinlich eher erst mal nicht so.

00:43:42: Ich spreche

00:43:43: die sich eigentlich an!

00:43:44: Jetzt wo du saßst?

00:43:45: Das weiß ich nicht Aber ich will das noch mal ganz kurz zu Ende führen.

00:43:50: Genauso wie die Frau des Arzes ja versucht erstmal sich durch die Straßen zu bewegen und so weiter und sofort, aber auch dieses okay hier ist eine Apotheke.

00:43:58: wahrscheinlich ist der Apotheker da drin.

00:44:00: Das ist nur die erste Assoziation!

00:44:01: Die Welt wie sie davor war als die erste Association.

00:44:05: Aber das alles löst sich auf.

00:44:07: Es gibt keine politischen Strukturen mehr es gibt keine Medien mehr das haben wir live mitbekommen wie die abgeschaltet oder zwangens abgeschaltet werden.

00:44:15: Das klingt jetzt voll von Schurgstheoretisch, wie die Ablöne sind quasi und das nicht mehr fortgeführt werden kann.

00:44:21: Das heißt wir haben hier so anarchische Strukturen im Prinzip kein Wasser mehr aus der Kandidation also den Job dass Wasser geliefert werden kann sozusagen gefiltert werden können soweit er denen kann auch niemand machen.

00:44:31: und eben dieses Auflösung vom Privateigentum.

00:44:33: Das gilt für Gegenstände, das gilt für Wohnraum, das geht für Nahrungen muss sich jetzt selbst beschaffen werden zur Not gewaltsam, wenn man sich mal um einen Chip streitet oder sowas dann im Supermarkt sag ich mal.

00:44:44: Und auch so gesellschaftliche Klassen die sich hier im Prinzip auflösen also gesellschaftlichen Klassen erkennt man ja an sowas wie Wohlstand was auf dem Bankkonto ist zum Beispiel an gewissen Status Symbolen und so weiter und sofort ganz oft auch an Kleidung.

00:44:55: und Kleidungen löst sich ja hier auch auf.

00:44:57: das sehen wir auch in der ersten Gruppe wo wir ganz klar sehen oder die Frau des Arzes bemerkt es Und dass die Kleidung, die sie tragen überhaupt nicht mehr zusammenpasst.

00:45:04: Also in so einem klassisch modischen Stile wie man ihn vielleicht irgendwie, wie man sich selbst irgendwie von Spiegel stellen würde und sagen würde okay, die Hose passt zu dem T-Shirt

00:45:11: usw.,

00:45:12: das gibt es nicht mehr bis zu dem Punkt, dass die Frau des Arztes ja selber so halb Oberkörper frei rumläuft bis dann tatsächlich ihr Oberteil leicht abgeruppt wird.

00:45:22: an einer Stelle?

00:45:23: Ja und da sind wir schon wieder... also die brauchen ja Kleidungen umzüberleben.

00:45:28: Also man stellt sich vor, die sind da irgendwie draußen im Regen unterwegs.

00:45:31: Es wird kalt oder der Winter kommt oder irgendwas, die brauchen ja irgendwann was.

00:45:36: Deswegen ist das glaube ich auch der erste Schritt.

00:45:39: bevor sie zum Haus oder zur Wohnung dieser Frau mit der Sonnenbrille gehen wollen sie erst mal noch Kleidung einkleiden.

00:45:46: Ich meine es macht... Ich will fast sagen es macht etwas mit allem und gehört dir.

00:45:52: Die ganze Zeit in diesen Drecklumpen unterwegs.

00:45:55: Ja und das erste mal, dass sich gewaschen wurde war fast gegen Ende vom Sanatorium als die Frau des Arzes da heimlich Wasser besorgt hat um sie eine Leiche dazu waschen.

00:46:06: Und die frauen sich selber nachdem wieder aus der aus den Ausseilen Nummer drei gekommen sind.

00:46:14: Und jetzt geht es ja auch darum okay wir können jetzt mal wieder ein bisschen Das alles mal wegmachen hier.

00:46:19: Wir können uns vielleicht jetzt nicht duschen oder so, aber da wenigstens saubere Klamotten mal wieder anziehen damit wir uns auch immer ein bisschen wohlfühlen.

00:46:26: Dann haben alle geschlafen dann sind wir satt und haben vielleicht noch ein paar Vorräte um satt zu bleiben und dann kriegen wir ein paar Klamotten und dann kann sich vielleicht dieses Gefahrenlevel runterfahren sagen ok jetzt straffen wir unsere Sinne und gucken was jetzt als nächstes passiert.

00:46:47: Genau, richtig.

00:46:47: Also im Prinzip werden ja da Gegenstände oder auch sowas für Kleidung wenn man so will... eigentlich auf ihren Gebrauchswert reduziert.

00:46:55: Ich brauche irgendwie einen Oberteil, dann besocke ich mir irgendwo ein Oberteil und ob das jetzt zu dem anderen passt was ich an habe ist erstmal egal.

00:47:02: Es gibt diese Überstilisierung im Prinzip nicht mehr.

00:47:06: also so dieses okay ich brauch zudem eine schöne Krawatte die dann irgendwie dazu passt oder sowas weiß ja nicht mehr für ein visuelles Auge gemacht ist.

00:47:14: diese Gesellschaft Und dieses Auflösend von Gesellschaftsstrukturen haben wir wie gesagt auch bei allen anderen Sachen Also auch beim Wohnraum zum Beispiel Gesellschaften irgendwie übertragen wollen.

00:47:24: Kann ich mir jetzt auch vorstellen, dass irgendjemand der vorher vielleicht irgendwie so zum keine Ahnung, zur Mittelklasse gehört hat oder sowas.

00:47:30: Auf einmal zufällig den Weg so zum hohen Berg gefunden hat da hoch geht und dann auf einmal in der Villa von... Dracula

00:47:37: ist?

00:47:37: Von Dracula ist genau richtig!

00:47:39: Auch ein bisschen wie Elantris.

00:47:41: Egal wer arm oder reich ist die Leute werden berufen zu Gottheiten.

00:47:44: Alle

00:47:45: gleich.

00:47:46: Alle sind gleich dann im Endeffekt.

00:47:49: Ja

00:47:49: können ja sein und er hat vielleicht auch einen guten Weinkeller kommt man vielleicht auch mal rum und vielleicht noch ein bisschen irgendwie Vorratskammer

00:47:56: Also alles, was man sich so als Gesellschaft vorher strukturiert hat, konstruiert hat und so weiter.

00:48:00: Und sofort das verfällt jetzt genauso wie es ja eigentlich vorher schon im Sanatorium war.

00:48:05: auch da hat er nicht gezählt ob du vorher jetzt Anwalt warst oder Bank Kaufmann oder was weiß ich oder so.

00:48:11: ne?

00:48:12: Was auch verfällt ist nicht nur so sozial konstruierte sondern auch wie so Tagesrhythmen biologische Uhren oder sowas, weil es gibt ja kein keine wahrnehmbares Tag-Nachtgefühl von den Erblindeten.

00:48:30: Wir wissen das wird als Weißes übel bezeichnet und die sehen alle ganz weiß in der... Die haben im Grunde immer dasselbe Bild vor Augen, ne?

00:48:38: Und das ist so was wie ein Das beobachtet, glaube ich die Frau des Arztes.

00:48:43: Dass es einen passenden Schlafrhythmus gibt wenn dunke ist und ein Wachrhythmuss, wenn's hell ist, ist nur bei den Blinden, die noch nicht lange erblindet sind.

00:48:51: Die haben das nämlich noch Intos und bei allen anderen verschiebt sich das dann irgendwann würde ja auch bedeuten, dass zum Beispiel die Gruppe wenn sie so rumzieht jetzt unsere Siebener-Gruppe.

00:49:03: Die wird wahrscheinlich sowas wie ein ähnlichen Wach und Schlafrhythmus haben weil die einfach sagt gut wir sind jetzt irgendwie keine Ahnung acht Stunden unterwegs gewesen.

00:49:10: Wir legen uns jetzt hin egal wie spät in Anführungsstrichen

00:49:13: ist.

00:49:13: Ja das ist ein Klumpen der einen...

00:49:15: Ein Klumpem?

00:49:16: Genau!

00:49:16: Und es würde ja natürlich bedeuten dass andere Gruppen einen anderen Rhythmus habe.

00:49:22: Dass dann während die dann irgendwo schlafen deren Gruppe dann irgendwie rumzieht und so weiter.

00:49:28: Wir haben das ja hier ein bisschen schon bemerkt, nachdem die Frau das erste Mal in so einen Laden reingeguckt hat... Da waren ja auch Leute, die haben da einfach gelegen und geschlafen.

00:49:36: So am Tag denke ich war es ja weil sie dann losgezogen sind.

00:49:41: Ja?

00:49:41: Absolut!

00:49:41: Es gibt's ja nicht mehr.

00:49:42: Die leben alle irgendwie nebeneinander her.

00:49:44: Genau, ja.

00:49:45: Man

00:49:45: einigt sich nicht mehr darauf okay leute.

00:49:48: Jetzt ist morgen und jetzt werden alle aktiv und alle gehen in die Stadt und suchen da irgendwie Zeug oder organisieren sich sondern nee das gibt's auch nicht.

00:49:55: Ja genau, das ist ja so klassisch das was wir quasi in unserer Gesellschaft haben.

00:49:59: Wir haben einen Arbeitstag da beginnt irgendwann morgens und endet irgendwann am frühen oder späten Nachmittag usw.

00:50:05: Aber alle haben so ungefähr denselben Rhythmus bis auch so paar Ausnahmen die halt nachts arbeiten.

00:50:09: aber der Großteil geht schon diesem Rhythmust nach?

00:50:13: Und auch das ändert sich von Individuum zu Individium oder Gruppe zu Gruppe

00:50:19: Genau und das macht es dadurch, dass es so granular ist.

00:50:23: Macht es dann auch schwer irgendwelche größeren Organisationen aufzubauen?

00:50:28: Die Frage ist ja also wie geht es denn jetzt so grob weiter?

00:50:34: Wie sind die denn so grundsätzlich in der Lage nicht nur von Tag zu Tag zu überleben?

00:50:39: Das wird wahrscheinlich erst mal noch das Thema werden aber muss ja irgendwann mal ... fünf Jahresplan geben.

00:50:47: Also, Raoden hat dann irgendwie weizen Sachen angepflanzt bei Elantris, hört er gerne rein.

00:50:52: und was ist mit denen jetzt?

00:50:56: Wenn selbst dieser Biorhythmus so völlig durcheinander ist.

00:51:01: Absolut wer genau!

00:51:03: Und was auch noch durcheinander geht... ... ist im Prinzip, da sind wir auch schön bei Biorhythmus.

00:51:08: Weil Pflanzen spielen ja auch eine Rolle quasi.

00:51:12: Gräser und so weiter und sofort.

00:51:13: also auch diese Struktur löst sich auf die gute alte Innenstadt wo es... vorher Grünflächen vor allem dann gab, wenn der Mensch das in irgendeiner Form zugelassen hat.

00:51:22: Neu erpflanzt hat und so weiter und sofort das Beet.

00:51:24: genau du hast grad ein bisschen gestisch unterlegt sozusagen das Beet abgesteckt hat.

00:51:29: Das wächst jetzt wieder völlig unabhängig davon sozusagen.

00:51:32: also wir hören dass Gräser aus dem Asphalt herauswachsen oder auch an einem Auto was da schon seit Ewigkeiten steht sich so gräser gebildet haben einen Reifen.

00:51:41: Ja genau.

00:51:42: Und die

00:51:42: Hunde die darum streuen.

00:51:44: Richtig genau.

00:51:44: Die sind

00:51:44: ja auch einfach dann irgendwie unterwegs und suchen ja auch irgendwie Zeug?

00:51:48: Also auch das löst sich auf.

00:51:49: Und ich habe noch so ein paar andere Sachen, die ich jetzt nicht direkt in eine bestimmte Kategorie einordnen wollte aber die auch hier eine Rolle spielen.

00:51:56: also... wieder dieses Thema von Misstrauen überleben als Selbstzweck in der gewissen Weise.

00:52:03: Und ich denke in erster Linie an mich und meine Gruppe, das haben wir ja bei dieser Gruppe mit den Apothekern sozusagen da sagt eine Typ auch direkt hier geht weg.

00:52:11: Das ist unser Unterschlupf und so was anderes.

00:52:14: Wir haben hier auch die Rede von der Stapelung eigentlich von Müll- und Exkrementen, die sich überall auf dem Straßen finden also dass die Leute überall hin pinkieren wo sie müssen, überall ihr Geschäft verrichten usw.. Genau die mangelnde medizinische Versorgung haben wir schon angesprochen.

00:52:29: also das ist nicht so wirklich eine Hilfe zu geben scheint.

00:52:31: erstmal für diese frau über die sich erst mal lustig gemacht wird mit der scherbe da drin.

00:52:36: Und auch so ne form von gewalt die hier deutlich gemacht wird.

00:52:39: es wurde ja da diese geschichte erzählt davon dass ein supermarkt gebrannt hat weiß ich da jemanden verschanzt hat und die leute drum herum gesagt haben wir zünden das ding an sozusagen Wenn

00:52:49: wir es nicht kriegen, kriegt's keiner.

00:52:51: Und natürlich dann die Flucht der Frau des Arzes aus dem Supermarkt wo sie auch vorsichtig sein muss dass sie von niemandem ertappt wird und zu Boden gerissen wird weil sie offensichtlich Essen hat.

00:53:00: und all diese Dinge.

00:53:01: das was wir vorher beschrieben haben dieses Zusammenbrechen von politischen gesellschaftlichen Strukturen dieses Zusammenbrechen auch von einer zeitlichen Ordnung, die du ja reingeführt hast und diese anderen Softfaktoren.

00:53:14: Das sind alles Dinge, die wir genau so eigentlich aus dem Sanatorium kennen.

00:53:18: was mich zu der Interpretation bringt ist jetzt relativ nahe.

00:53:21: Diese große Stadt ist eigentlich nur eine größere Form des Sanatoriums, das wir vorher eigentlich hatten.

00:53:26: Genau Ja Kann ich nichts anderes dazu sagen?

00:53:31: Es wird sich vielleicht, also wir können ja dann davon noch weitergehen und können sagen, irgendwann wird es auch einfach Banden geben die gegeneinander losziehen.

00:53:40: Es wird vielleicht Leute geben, die passen sich schneller oder besser an als die gegeben hat als andere Und die haben dann so was wie ein Vorteil Hinsicht auf Kontrolle Was weiß ich macht alles das ist schon mit Saal drei im Sanatorium hatten.

00:53:59: Ich musste da gerade in unsere letzte Episode denken, wo wir gesagt haben oder beide glaube ich dachten dass dieses Ding mit den Banden das ist jetzt durch.

00:54:08: Das hatten wir jetzt um Sanatorium und weiß nicht, ob ihr das in der Außenwerte noch mal bekommt.

00:54:12: Ich könnte mir tatsächlich vorstellen dass es da dann auch so etwas gibt.

00:54:16: Und wir haben ja schon einen Supermarkt gesehen Der relativ leer ist so im Großen und Ganzen.

00:54:20: und ich habe mich gefragt liegt das daran Dass die einzelnen Menschen dort hingegangen sind und sich einfach die Sachen genommen haben oder dass Es vielleicht eine Art Bandung gibt Die sagen okay Wir gehen wir suchen alle supermärkte Horten das ganze Zeug zusammen In einer großen Kirche Oder sowas na kathedrale Und die Menschen müssen bezahlen dafür, dass sie an dieses Essen rankommen.

00:54:39: In irgendeiner Form.

00:54:40: Dass wir das gleiche nochmal in diesem großen Rahmen erleben.

00:54:42: Das wäre

00:54:42: absolut realistisch.

00:54:43: Ja

00:54:43: können wir gut vorstellen?

00:54:44: Ja oder ja?

00:54:47: also ich habe gerade überlegt was würde denn passieren wenn jetzt aus der Stadt rausgehen?

00:54:51: Wir wissen nicht so richtig ist es jetzt nur dort Oder ist es noch größer als die Stadt?

00:54:58: Wir wissen zwar von medialer Berichterstattung darüber alles die Erzählung vom Alten mit der Augenklappe.

00:55:06: Aber wir wissen jetzt nicht, ist das jetzt alles Lokalfernsehen gewesen oder ist es jetzt irgendwie landesweit gewesen?

00:55:12: Haben wir da irgendwelche Anheizpunkte, dass wir davon ausgehen können, dass es nur in der Stadt ist oder auch irgendwie somit landesweites?

00:55:22: Das ist relativ schwierig wenn man auf der einen Seite sagen könnte okay vielleicht kümmert sich eine vielleicht noch außerhalb dessen intakte Regierung.

00:55:32: Beziehungsweise ist die Frage, wie würde diese damit umgehen?

00:55:34: Also wird es darum gehen oder läge es ihr am Herzen.

00:55:38: Oder wäre es irgendwie ökonomisch oder was das echt politisch sinnvoll?

00:55:41: und so weiter und sofort Diese Stadt wieder intakt zu bringen also auch sowas wie stromzufuhr zumindest wieder herzustellen oder sowas Wie dass man zumindest so etwas wie nachrichten übers radio Auch in dieser stadt dann empfangen kann wieder und soweit und sofort dass da sowas wir gesellschaft weiterhin von statten geht In der hoffnung auf ein besseres leben danach oder in zukunft.

00:56:00: Oder würde man sagen, okay diese Stadt ist für sich verloren.

00:56:04: Wir wollen niemanden dort reinschicken.

00:56:05: das ist alles uns zu gefährlich.

00:56:07: wir überlassen dieser Stadt einfach unserem Schicksal.

00:56:08: Wie beim

00:56:09: Sanatorium?

00:56:10: Ja genau wie bei Sanatorium so ein paar Kilometer außerhalb der Stadt bauen wir einen riesigen Zaun drum herum, sodass dann niemand durchkommt sozusagen.

00:56:18: Regeln das Ding ab.

00:56:19: die sollen gucken wie sie zurechtkommen so ein bisschen wie das Gefängnis in die Klapperschlange.

00:56:23: So New York wird ja so eine Art Gefängnisbezirk da oder Gefängnes an sich und die gucken dann, wie sie zurechtkommen.

00:56:31: Und wir leben weiterhin unser glückliches funktionierendes Leben außerhalb dessen.

00:56:35: Könnte ich mir auch vorstellen?

00:56:37: Das wissen wir aber alles nicht.

00:56:38: Okay gut!

00:56:40: Dann haben wir also keine Anhaltspunkte.

00:56:42: Also du hast auch keine...

00:56:43: Nee leider gar nicht.

00:56:44: Ich habe jetzt gerade so ein bisschen überlegt, wir sind ja so nah bei den Figuren und jetzt irgendwie in der Stadt unterwegs und das ist ja dieser.

00:56:54: Wenn man das jetzt so weiter denkt, ich brauche das nicht Teil zwei.

00:56:58: Das Land der Blinden oder die Welt der Blinde als Teil drei weißt du?

00:57:01: Aber es wäre eine gute Steigerung tatsächlich.

00:57:06: Das brauche ich jetzt nicht ist mir reicht es zu überlegen naja könnt ihr auch überall so sein und wir wissen ja auch nicht wo die Stadt ist.

00:57:13: also es könnte auch sein dass es einfach in der Stadt auf einer Insel ist zum Beispiel was weiß ich, Managaska oder so und damit hat sich das dann vielleicht schon ein bisschen eher unter Kontrolle.

00:57:24: Weißt du, was ich meine?

00:57:25: Das jetzt nicht so vielleicht in dieser Globalisierung mit drin ist.

00:57:33: Was sich die Pandemie ausbricht oder sowas kann sich ja keiner vorstellen.

00:57:36: Ja

00:57:36: absolut.

00:57:38: Genau!

00:57:39: Ich hätte tatsächlich nur noch einen großen Punkt und das ist der ominöse dunkle Gang im Supermarkt.

00:57:47: Okay dann mach mal gleich da würde ich gerne noch etwas dazwischen schieben weil ich habe mich gefragt Die sind ja, also ich versuche jetzt kurz meine Gedanken zu sammeln.

00:58:00: Seitdem wir diese Figuren verfolgen sind die ja in der Haltung unterwegs.

00:58:08: das endet irgendwann bald.

00:58:09: Ja?

00:58:10: Die packen da ihre Taschen mit irgendeinem Kram, der letztendlich nicht ganz nützlich war oder zumindest wertvoll für Saal Drei, den sie dann irgendwie verhökern können aber irgendwie auch nicht.

00:58:21: Weil Sie davon ausgegangen sind, da ich nehme hier so ein paar Klamotten mit drei Schlüpfer fünf T-Shirts und dann komme ich irgendwann bald wieder so schlimm kratzelslich werden.

00:58:29: also das war schon recht verständlicherweise sehr kurzfristig gedacht.

00:58:34: ja auch im Sanatorium selber sind die ja recht Denken die ja nicht mittel oder langfristig sondern gucken okay wir brauchen jetzt was zu essen.

00:58:46: Also holen wir uns das jetzt und wenn wir jetzt den leuten, und wir nehmen die Leuten jetzt die wertgegenstände ab wo wird es auch gefragt haben naja also dann so ja also müssen ein bisschen.

00:58:57: da ist mir zum ersten mal aufgefallen dass die so ein bisschen sehr im Jetzt bleiben und auch gar nicht darüber hinaus gehen.

00:59:05: Und so waren sie ja die ganze zeit weil auch dieses überleben oder dieser Überlebensmodus führt dir dazu, ich brauche jetzt was zu essen.

00:59:13: Ist mir egal, was jetzt in fünf Wochen ist, ich brauch das jetzt sofort gleich und wenn ich das dann habe muss ich dann wieder gucken, was ich dann jetzt brauche.

00:59:21: es geht nicht ums Anbau oder Kochen oder auch zum Kram und so sind die ja immer noch unterwegs.

00:59:29: Die ziehen los brauchen jetzt schnellen Unterstupp weil's regnet und kalt wird.

00:59:32: sie brauchen jetzt etwas zu essen genau wie alle anderen Gruppen müssen irgendwie überleben.

00:59:37: Meine Frage ist jetzt,

00:59:39: wie

00:59:39: können wir uns denn diese Welt oder die Stadt oder diese Zukunft der Stadt vorstellen mit den Leuten dort?

00:59:50: Wenn irgendwann ja diese Nahrung, die schon fertig ist im Supermarkt liegt und es bereit ist wenn es das nicht mehr gibt.

00:59:59: Das ist ja endlich!

01:00:01: Das gibt es, also füllt ja keiner nach.

01:00:04: Oder was ist wenn diese Medizin ja irgendwann... Was weiß ich?

01:00:08: Ausläuft oder nicht benutzt wird oder falsch benutzt.

01:00:12: Irgendwann gibt's ja auch diese Medizinen an sich nicht.

01:00:14: Kann ich sagen Ich habe jetzt Kopfschmerzen, ich nehme eine Ibro.

01:00:18: Wie läuft das denn dann, wenn die ... in den Punkt kommen, wir müssten das jetzt herstellen.

01:00:25: Irgendwie kultivieren anbauen und was weiß ich?

01:00:27: Wir müssen jetzt irgendwas kochen dafür brauchen wir Feuer.

01:00:30: Wir wissen etwas mit Feuer los ist.

01:00:32: Wir müssten es backen.

01:00:34: Dafür bräuchten wir vielleicht auch Strom oder so.

01:00:36: aber Strom ist ja nicht da... ...und Strom würde ja auch potenziell Feuer bedeuten.

01:00:41: also wie kann man sich denn sowas vorstellen längerfristig was nicht nur überleben ist sondern leben?

01:00:48: Ich glaube dass ist genau der Punkt dass Saramagus These so ein bisschen ist, dass diese Situation eben lang oder mittelfristig zum Reihen überleben führt ohne das man langfristig dann in irgendeiner Form denkt.

01:01:01: Natürlich müsste man anbauen natürlich müsste man irgendwie einen Weg finden keine Ahnung Wasser zu filtern oder was weiß ich aus irgendwelchen Sehnen rauszuholen Regen wirklich kontrolliert aufzufangen.

01:01:12: es gibt ja hier auch die Szene mit Leuten die einmal in den Himmel halten und so.

01:01:15: na also das ist aber nicht langfristigs nett das funktioniert mal Da kommt

01:01:18: ein heißer Sommer und

01:01:20: dann war's das.

01:01:23: Oder man müsste irgendwelche anderen Wege finden, was schon gesagt, Getreide im Bauer backen usw.

01:01:27: Ich glaube, dass wir hier sehen ist im Großen und Ganzen ein relativ großer gesellschaftlicher Verfall, moralischer Verfall auch.

01:01:34: Und für mich wäre der Endpunkt dessen, dass man keinen Essen mehr findet in dieser Logik tatsächlich so eine Art von Kanibalismus bis dann nur noch... ... ein Mensch ultimativ oder eine handvolle Menschen, die sich niemals über den Weg laufen werden.

01:01:48: Übrig sind sie dann einfach zugrunde gehen.

01:01:50: ich glaube das ist die doch relativ negative...

01:01:53: Ist trocknet denn einfach aus?

01:01:55: Ja genau!

01:01:56: Das ist so die relativ negative Lesweise, die ich jetzt hier reinbringen würde.

01:02:00: Ich glaube es gibt hier nicht wirklich ne Alternative dazu.

01:02:04: Vielleicht gibt es die, aber das wäre dann die positive Utopie, die wir in der Landtres haben.

01:02:08: Ich glaube Sarah Marge würde das nicht so unbedingt sehen oder erzählt es uns zumindest meiner Meinung nach bisher nicht?

01:02:15: Wenn nicht irgendwie Hilfe von außen kommt und da haben wir ja das erste Mal seit langer Zeit dass eine Hilfe von Außen kommt also eine Hilfe, die nicht Teil von internierten oder blinden ist und zwar ist er Hund der Tränen Der im Grunde zu nichts dazugehört, auch da irgendwie frei rumstromert.

01:02:35: Und dieser Frau des Arztes trostspendet sie begleitet und letztlich auch diese Gruppe irgendwie bewacht nachdem die sich dann satt zum Schlafen gelegt haben.

01:02:47: Das fand ich wirklich erleichternundschön.

01:02:51: Endlich mal ja es darf jetzt auch mal was Gutes passieren.

01:02:55: Die darf jetzt den Weg wieder zurückfinden.

01:02:57: gut das sie's gemacht hat Davon bin ich jetzt mal ausgegangen, aber dass sie gleichzeitig noch ein extra mitgebracht hat außer das nur Notwendige.

01:03:07: Ja?

01:03:07: Weil so'n Hund könnte ja der riecht besser als alle anderen.

01:03:11: Der kann vielleicht ein bisschen besser was erschnüffeln als die anderen Blinden, die da draußen auf der Straße rumkriechen.

01:03:16: Es ist auch vielleicht widerspricht das auch dem, was sich gerade gesagt hat denn vielleicht liegt darin schon die Utopie weil ich finde wenn man zum ersten Mal ... in diesem Roman jetzt davon hört, dass da Hunde draußen rumstreunern.

01:03:28: Ist das erstmal ein Gefahrenpotenzial?

01:03:30: Das ist so...das sind ja auch Potenzie- Hat man gedacht

01:03:32: ne?

01:03:33: Ja!

01:03:33: So ausgehungerte Tiere vielleicht irgendwie,... ...die dann die Frau auch anfallen könnten, dafür sorgen könnten oder sich an der Frau dann vergehen im Endeffekt.

01:03:42: Also da mal reinbeißen wenn man es hört.

01:03:44: Das sind ja so Bilder, die bei mir zumindest hervorgekommen sind und dass wir jetzt allerdings eigentlich hier so einen Tier haben was sich fast wenn man in dem bild bleibt seiner Form die er vielleicht ursprünglich mal hatte oder es hatte Wieder gibt dir ein so soziales menschliches gefüge eingewebt ist, ne?

01:04:07: Also so eine Art Haustier eigentlich wenn man so will.

01:04:09: So ein attirischer Begleiter, also weg vom rein animalischen sozusagen, weg rein vom Instinkthaften der man sowohl sondern zum Rudeln genau zu so ja genauso zu so einem Rudel aber mit Genau Ja Aber aber so Einordnend quasi in so einer Menschengruppe wenn man es will.

01:04:24: und das ist ja wieder etwas was wir vor allem aus der Gesellschaft davor kennen Und vielleicht ist das ja schon so ein erster teaser darauf dass so etwas wie gesellschaft hier dann doch wieder entstehen könnte die nicht rein auf Egoismus und irgendwie dem Verbrauch von allem was in der Welt noch zu finden ist beruflich.

01:04:42: Ja, es ist ja auch naheliegend dass Tiere in einem Rudel besser überleben könnten als alleine einer Wildnis umherzusehen.

01:04:53: Es gibt Schutz, es gibt Wärme, es gibts irgendwie Unterstützung und auch... sind ja auch soziale Tiere!

01:04:58: So, und ja vielleicht kann das vielleicht funktionieren.

01:05:01: Vielleicht kommen noch andere Hunde dazu oder so oder andere Tiere oder andere Orte oder wissen auch nicht wo der herkommt wem der gehört.

01:05:07: Vielleicht führt er die noch irgendwo anders hin wo es auch schön ist oder sicher ist oder was auch immer so.

01:05:14: Also der Hund wirkt jetzt zumindest nicht so abgekämpft und auf überleben getrimmt wie die anderen Hunde vielleicht.

01:05:22: Die anderen Hunde haben ja nicht die Nähe gesucht, weil sie jetzt die Frau trösten wollten und er jetzt der Erster war.

01:05:28: Sondern die waren eher auf die Wurst aus, die sie da im Beutel getragen hat.

01:05:32: Ja absolut!

01:05:33: Und noch dazu dass dieser Hund eben weint.

01:05:35: das ist auch eigentlich so ein emotionaler Anker wenn man so will.

01:05:39: Der

01:05:39: Hund weint nicht.

01:05:41: Sie weint

01:05:42: Ach so, ja sie weint aber der Hund kommt wegen der Tränen dann auch spendet Troß sozusagen.

01:05:47: Also es ist so diese Form von Empathie die man in diesen Hunden seien importiert.

01:05:52: Ja genau.

01:05:54: Gut jetzt kannst du deinen Thema bringen.

01:05:57: noch?

01:05:57: Der Gang in den Keller des Supermarktes.

01:05:59: Achja

01:05:59: sehr

01:05:59: gut!

01:06:00: Der für mich auch hier irgendwie sehr heraussticht aus mehreren Punkten.

01:06:03: also wir sind dann in diesem Supermarkt wo auch die Frau mit der Scherbe war.

01:06:08: Und die Frau des Arzes entdeckt dann, dass es dort anscheinend so eine Art Keller gibt.

01:06:12: Da gibt das erstmal einen Aufzug der nicht funktioniert und dann stellt sie fest oder erschließt sich aus der Logik heraus okay da muss es ja bestimmt irgendwie ne Treppe darunter geben.

01:06:20: Sie hat allerdings kein Licht sondern muss sich erst mal in die Dunkelheit ran treiben.

01:06:26: Wir bekommen sehr viele Äußerungen, sowas von Angst auch bei ihr... nahe legen, sage ich mal.

01:06:37: Also die Rede davon ist natürlich dunkel.

01:06:40: Sie ist jetzt zum ersten Mal auch orientierungslos.

01:06:43: Es ist so eine Form von Verzweifelt da.

01:06:45: Da gibt es so ein Zitat, sie beschreibt das als ein finsteres Loch ohne Licht oder Hoffnung.

01:06:50: Das heißt, sie wird eigentlich zum ersten mal hier wirklich selbst mit einer Form von Blindheit konfrontiert und muss dann diese Treppen dort runter gehen.

01:06:58: Und das ist am Anfang bis ihr dann dieses Streichhölzer findet die ja dann wieder den Raum erleuchten und die Orientierung geben usw.

01:07:06: Sofort ist das für mich so eine eigentlich auch schon metaphysische Auflösung eines Subjekts was hier stattfindet weil es gibt dann auch so Zitate von ihr, die sagen ich bin dabei den Verstand zu verlieren als gäbe es kein anderes Leben des Organ in ihrem Körper.

01:07:20: also das bezieht sich auf Ihr Herz was so klopft und was so dominant auf einmal wird.

01:07:24: und sie erwähnt dann auch weiß nicht so richtig was dort unten passiert oder auf sie zukommen könnte.

01:07:29: Sie erwähnt dann auch Gespenster und Drachen, die auf sie zu kommen ist wie eine Parallelwelt, eine Nebenwelt, die da irgendwie geschaffen wird, die völlig... Also völlig out of the box von unserer Welt, wenn man so will.

01:07:40: Und sie findet natürlich Plastiktüten in den Regalen mit Lebensmitteln, sie findet die Streichhölzer und erinnern sie wieder an die physische Realität, an das, was wirklich hier in dieser Welt so ist.

01:07:50: Und für mich ist das aber tatsächlich auch symbolisch und da bin ich wieder bei Freut, wie beim letzten Mal.

01:07:55: Das ist quasi so der Gang ins Unbewusste.

01:07:58: Da wo sich das Subjekt auflöst was man glaubt von sich selbst zu haben oder von sich festschreiben zu können findet man dort unten nicht sondern da unten gehen dunklere Dinge ab sozusagen andere Gedanken irgendwie eine Form Dämonen, mit dem man sich selbst nicht konfrontieren möchte.

01:08:16: Es gibt dann auch noch mal ein Zitat was ich mir herausgeschrieben habe so sehr kann der geistig täuschen wenn er sich den monstern ergibt die er selbst geschaffen hat Also die dämonin die aus dem eigenen ich sozusagen hervorrufen oder hervorgekommen und wir haben ja diese frau generell als eine sehr gute Person, die ganze Zeit eigentlich etabliert bekommen.

01:08:37: Es gab diesen einen Punkt wo sie auf Rache aus war und ihren Peiniger, ihren Vergewalttegern umgebracht hat.

01:08:42: Wo wir das erste mal so ein Ausbruch von Gewalt, von Rachegefühl, von irgendeiner Form von ich glaube nicht nur an das Gute im Menschen haben.

01:08:51: Und zumindest in Ansätzen offenbart sich hier mit diesem Gang in das dunkle Unterbewusstsein nämlich Auf dem Baren sich weitere dunkle Seiten sozusagen von ihr, wenn auch nicht in einer besonders starken Form.

01:09:03: Sie findet ja dann Essen dort und sie verzerrt erst mal selbst die Nahrung oder Nahrungen davon noch im Keller eigentlich.

01:09:09: Sie erklärt das dann so mit fehlender Krafts sonst würde es sie's ja nicht zurück schaffen usw.

01:09:13: was man noch so einigermaßen nachvollziehen kann ne?

01:09:16: Aber sie sperrt ja dann auch die Tür zum Keller zu, beziehungsweise macht die Tür wieder zu so dass niemand irgendwie erahnen kann von dem Blinden das dort unten irgendwie Nahrung ist.

01:09:24: Das heißt sie spart sich das für sich und ihre Gruppe auf so.

01:09:27: Sie ist in dieser Form zeigt sie keine Form vor nächsten Liebe für die anderen Menschen die da so verzweifelt rumlaufen sozusagen.

01:09:34: Und das erklärt sie sich dann aber auch wieder mit einem rationalen Grund oder Entschuldigt das, wenn man so will.

01:09:43: Sie erklärt sich das nämlich mit der irrationalen Gier und dem herunterstürzen der Blindeten.

01:09:47: So nach der Motto Wenn die wissen würden dass hier unten Nahrung ist dann würden dir alle wie die Leute die ins Sanatorium reingeschubst wurden Dann dort lang stürmen.

01:09:54: Die fallen vielleicht noch die Treppen runter zermatschen sich gegenseitig sozusagen Und es wird ja auch keiner auf den Motto reste.

01:10:01: Das ist in dem Moment wird nicht hinterfragt vom Buch an sich aber Man kann da natürlich rein lesen.

01:10:06: so dieses Nicht egoistische, weil sie macht es ja auch für ihre Gruppe aber so dieses.

01:10:11: ich denke jetzt mal nicht an die anderen Menschen in dieser Welt außer die ich kenne.

01:10:14: Genau und das ist für mich so dieses schon eine Form von dunkler Seite, die ich von ihr auch noch nicht so gedacht hätte oder kann.

01:10:25: Ja, ich würde es jetzt glaube ich gar nicht so als dunkle Seite bezeichnen.

01:10:29: Das ist einfach eine Form von Überleben weil sie hat ja gemerkt wie's läuft.

01:10:35: Sie schleicht sich da durch diese Gänge an den Blinden vorbei.

01:10:38: die kann ich hingehen und sagen Leute hi!

01:10:40: Ich hätt gern wollen wir nicht tauschen oder wollen man nicht Nahrung irgendwie teilen?

01:10:44: oder sowas macht ja keiner das steht ja gar nicht zur Debatte das ist ja völlig ausgeschlossen.

01:10:49: deswegen meinte ich ja jede Gruppe ist für sich wird wahrscheinlich auch keine kritische Masse überschreiten von was weiß ich, sieben, acht, neun oder so.

01:11:02: Weil es einfach unmöglich ist.

01:11:03: Weil die alle im Überlebensmodus sind, alle sind bei sich und da gibt's keine Gruppe.

01:11:08: Dass Sie da überhaupt... Also ich hab das absolut nachvollziehen können, dass Sie erst mal gegessen haben.

01:11:12: Ich dachte ja klar is halt doof!

01:11:14: Ist jetzt du sitzt davor Und dann bringen deinen Leuten was und dann ist gut und dann kannst du den erstmal eins nach dem anderen.

01:11:21: Das ist

01:11:21: richtig.

01:11:22: Es wird aber später explizit erwähnt.

01:11:24: Sie erzählt dann oder wir lesen im Buch, dass sie von ihrer Abenteurer-Reise so erzählt hat und da wird explizIT erwähmt das sie gerade diesen Aspekt verschwiegen hat Dass ihr die Tür zugemacht habt.

01:11:35: Ja,

01:11:35: natürlich.

01:11:35: Also sie erkennt die moralische Verwerflichkeit, die dahin steckt?

01:11:38: Absolut!

01:11:39: Ja ja klar, natürlich erkennt Sie das und ich meine sie hat auch immer noch so leichte Flashbacks von dieser... Da gab es eine Szene, da ging's um Das Feuer und den Schlüssel... Genau, ganz kurz, ich krieg's noch zusammen.

01:11:52: Sie haben überlegt wo der Haustür-Schlüssel ist von ihrer Wohnung.

01:11:55: Da hat sich gedacht naja, den hab' ich jetzt irgendwie im Sanatorium, das hat natürlich gebrannt.

01:11:59: aber weil wer weiß was ob dieses geschmolzene Metall da nicht der Schlüssel oder nicht die Schere ist.

01:12:04: Ich lese die Stelle mal vor, weil ich wollte dich vorlesen.

01:12:06: Aber

01:12:06: schön langsam bitte!

01:12:07: Genau also genau du hast es schon richtig eingeleitet.

01:12:10: das ging darum okay wie sollen wir eigentlich in unsere Wohnung reinkommen?

01:12:13: haben wir überhaupt nach den Schlüsse?

01:12:15: und dann aus der Sicht der Frau des Arztes wir zum Beispiel haben keine Schlüssel.

01:12:23: sie sind bei dem Brand zurückgeblieben.

01:12:25: Es wäre unmöglich sich jetzt in den Trümmern zu finden.

01:12:28: als wieder von Sprach war es, als würde sie noch die Flammen sehen, die die Schere umzüngelten und zuerst das trockene Blut verbrannten.

01:12:36: Das noch daran klebte denn dann die Spitzen langsam auffrasen und schließlich die Griffe, die weich und unförmig wurden.

01:12:44: Man kann sich gar nicht vorstellen dass dies einmal die Kehle eines Menschen durchborte.

01:12:49: und wenn das Feuer sein Werk voll änderte wird es unmöglich sein in der geschmolzen Metallmasse zu erkennen was die Schäre war und was die Schlüsse.

01:12:55: Genau also Der ist schon klar, was sie da getan hat.

01:12:59: Aber es ist auch klar, dass sie das nicht aus lauter Mord losgetan hat.

01:13:03: oder die hält das Depot nicht versteckt weil sie den anderen... die Butter auf dem Brot nicht gönnt, sondern das geht einfach ums Überleben.

01:13:10: Fertig und das Überleben der Gruppe!

01:13:12: Der Verbündeten erhärtet des Rudels.

01:13:14: Ja genau ich finde es spannend dass diese Stelle hier drin ist, die ich gerade vorgelesen habe weil das ja aus diesem relativ harmlosen Gespräch sozusagen um den Schlüssel herauskommt.

01:13:23: und dann das nächste was da ist nur dass der Mann sagt ja wieso?

01:13:26: Ich hab die Schlüsse doch.

01:13:27: also diese ganze Passage wäre quasi in der Logik einfach nur dessen nicht, wenn es darum geht ein Schlüssel zu finden.

01:13:34: Nicht nötig gewesen ich meine ist ging darum uns noch mal daran zu erinnern was diese frau mal getan hat?

01:13:39: Was da drin steckt dann nochmal

01:13:41: und dass ihr das mit sich trägt

01:13:42: ja genau ist

01:13:42: ja nicht einfach vorbei weil nur weil sie jetzt frei sind sondern diese tat die hängt ja nach.

01:13:46: Ja genau!

01:13:47: Sie hatten

01:13:47: menschen ermordet

01:13:48: Genau richtig und das.

01:13:49: und dass uns das nochmal direkt in Erinnerung gerufen wird Nachdem wir nochmal nach dem wir erstmal dieses Verstecken von den Lebensmittel hatten Und eben dieses Gespräch um Indem sie verschwiegen hat, dass ihr das getan habt.

01:14:02: Das summiert sich dann hier so auf und ruft einem das noch mal eine Erinnerung.

01:14:06: Und es wirkt auf mich als würde da noch was kommen.

01:14:09: Ja

01:14:10: das stimmt ne?

01:14:11: Das ist wie ein Art Schuldkonto bei ihr.

01:14:13: Was ihr dann so führt.

01:14:15: Mal gucken wie Sie damit umgehen.

01:14:17: Und plus dieses symbolische Absteigen ins Dunkel und dann diese Konfrontation mit dem Demonen, die sie selbst erschaffen hat.

01:14:25: Das ist schon so aufgeladen!

01:14:27: Also ich habe das anders gelesen... Ich fand diese Szene cool als sie da runter in den... ... Keller gegangen ist und einfach nichts mehr sehen konnte.

01:14:37: Und wir kennen das ja, wir wissen ja manchmal... also jetzt in der Stadt hat man dasselbe so eine absolute Dunkelheit, aber manchmal so nachts irgendwie draußen am Land oder manchmal hat man so gute Rollos da kann man die Wohnung so zuziehen, dass man im Grunde wirklich nicht die Hand vorm Gesicht sehen kann.

01:14:54: Wir haben bei mir In so einer Wohnung, wo ich gerade sage.

01:14:58: Ich wohne in einem Haus von der Mietwohnung und wir haben einen Keller, in dem eine Waschmaschine steht.

01:15:03: Und das sind nur drei Meter bis dann der Lichtschalter kommt.

01:15:06: aber diese drei Meter muss man erst mal in völliger Dunkelheit im Prinzip wenn man grad keine Taschenlampe dabei hat.

01:15:10: Ja furchtbar!

01:15:11: Das ist nur drei Metern.

01:15:12: Aber da leuchtet schon dieses rote Leuchten vom Lichtschalter sozusagen und man drückt dann drauf und oh Gott endlich habe ich es geschafft nach ne Sekunde oder zwei Sekunden.

01:15:25: Da klingt ja was Evolutionäres an.

01:15:27: Ja, wenn man so in der Dunkelheit ist... Man kennt das ja selber wie als Kind unterwegs oder liegt alleine im Bett und es ist Stock-Douster dann stellt man sich sonst etwas vor Und mich hat diese Szene so sehr an Stephen King erinnert weil der mit, hört da gerne rein Friedhof der Kuscheltiere unter den ersten Roman, die wir besprochen haben.

01:15:47: Weil der schafft es so gut, genau diese kindlichen Ängste die wir auch als Erwachsene noch irgendwie mit uns tragen.

01:15:54: Die wir vielleicht nicht so häufig haben weil wir da irgendwie scheinbar unser Leben unter Kontrolle haben.

01:16:00: aber wenn die dann kommen schafft er ist, also King diese Sachen so gut aufzubauen und die wirklich werden zu lassen.

01:16:08: Ich weiß nicht wo das war, ich glaube in irgendeinem Vorwort zu einer Kurzgeschichten-Sammlung hat ja noch irgendwas geschrieben

01:16:14: usw.,

01:16:14: es gibt nicht umsonst dieses wenn man im Bett liegt du legst im Bett und hast irgendwie deine Decke und die Füße gucken ein bisschen raus.

01:16:21: und allerdings was wäre denn jetzt eigentlich wenn da jemand unten am Bett hocken würde?

01:16:27: Und beobachtet mich aus dem Dunkeln heraus.

01:16:30: dann muss sein, aber einfach man liegt so mit dem Kopf im Kisten und stellt sich vor da beobachtet mich jemand.

01:16:37: Und dann ist der Reflex, ja man zieht seine Füße unter die Betticke damit er mich nicht anfassen oder krabbeln kann oder was auch immer absolut nachvollziehbar.

01:16:46: und genau das habe ich diese Parallel hier zugezogen dass du in dunkel bist und plötzlich geht deine Fantasie an überströmt dich mit allem möglichen Ekehaften.

01:16:59: Da braucht nur der Funken von einer, keine Ahnung, Spinnen kommen und dann hast du da plötzlich die Idee davon dass deine fette riesengroße Spinne vor dir sitzt, was so eine Übermäßige oder irgendwas lauert da unten in der Ecke weil du dich an irgendein Horrorfilme erinnerst oder irgendeine Nummer?

01:17:11: Ja

01:17:12: ich habe, ich erinnere mich da immer wieder an so ne Szene aus meinem Leben als ich mal irgendeinen Traum hatte aufgewacht bin hatte ich als Kind so einen Stuhl in meinem Zimmer, so

01:17:24: ein Büro-Stuhl

01:17:24: und so.

01:17:25: Und ich bin mir hundertprozentig sicher da sitzt doch jemand und guckt mich grad an.

01:17:29: Verdammte

01:17:29: Scheiße ist das gruselig!

01:17:30: Dann machst du es Lichter und merkst achso ... In Kombination mit der Pflanze im Hintergrund hat das so'n Bild ergeben irgendwie?

01:17:37: So'n Typ mit so einer langen Nase und einem Hut mich anguckt.

01:17:40: Aber dann überleg mal bewege ich mich jetzt oder nicht?

01:17:43: Weil zum Lichtern machen muss man sich ja bewegen.

01:17:45: Bette geschnippen oder so...

01:17:46: Ja absolut, ja.

01:17:47: Und diese Szene, das fand ich Also absolut nachvollziehbar.

01:17:51: Sie kommt darunter, ist plötzlich dunkel, es ist nichts da... Sie hat keine Ahnung wie's da unten aussieht?

01:17:56: Nichts gar nicht!

01:17:57: Kein Licht.

01:17:58: und natürlich kommen dann

01:18:01: Gespenster

01:18:01: und Drachen.

01:18:02: Also Drachen ist schon sehr abortrieben hier auch ja aber Es verbildlicht das so gut Ja Es gab auch irgendwie eine... Ich hab im Metro-二zig dreiunddreißig gehört.

01:18:13: Da gabs auch um diese Szene, da ist Atchom der Hauptdarsteller Ist in so'n dunklen Flur rein.

01:18:19: dann kam immer, da kam irgendwer entgegen.

01:18:22: So und immer so ein Stückchen.

01:18:23: Immer wenn der in den Stücken gegangen ist, kam die Figur entgegend ja?

01:18:26: Und irgendwas... Du hast nichts gesehen!

01:18:28: Und Artjom hat nichts gesehen und irgendwann standen sie sich so nahe aneinander.

01:18:32: Und er hatte aber nichts gehört oder nur einen Atmen gehört.

01:18:35: Also fantastisch gruselig!

01:18:39: Es wäre auch cool gewesen, wenn ich hier unten schon ein Blinder gewesen wäre.

01:18:43: Weißt du, der irgendwie geraschelt hat oder plötzlich mit irgendeiner heißeren Stimme Hilfe gesagt hätte oder so weißt

01:18:48: du?!

01:18:49: Ich frage mich gerade, ob man das nicht auch im Sinne von Freude irgendwie lesen kann.

01:18:55: Oder der Bibel?

01:18:56: Nicht im Sinne, dass es sozusagen die Dämonen sind vor dem man sich selber fürchtet, die in einem drinstecken, also vor dem eigenen Bösen... was hervortreten könnte, so wie ich das jetzt drin hatte.

01:19:07: Sondern ob da nicht auch irgendwie verborgen liegt die Ängste, die man im Verlauf der Geschichte oder seines Lebens angesammelt hat, die sich da alle sammeln, mit denen man sich immer mal wieder konfrontieren könnte in Träumen zum Beispiel oder sowas.

01:19:19: Es gibt ja bestimmte Gründe warum... bestimmte Figuren in Träumen immer wieder auftauchen oder warum bestimmte Ängste teilweise am helllichten Tag mal einfach so hervorkommen.

01:19:28: Einfach für einen kurzen Moment hat man so ein Bild, einfach im Kopf oder sieht irgendein Menschen oder irgendeinen Element in der Welt was eine bestimmte Sache erinnert die vielleicht schon Jahre, Jahrzehnte her ist irgendwie aber die sich trotzdem irgendwie manifestierter.

01:19:40: Die ganz ganz tief unten irgendwie lauert.

01:19:42: und vielleicht ist das bei ihr irgendwie weil sie mal als Kind einen bösen Film gesehen hat über den Drachen der Angst gemacht oder so was weiß ich?

01:19:49: Das ist jetzt viel Interpretation.

01:19:51: Ja

01:19:51: klar ja genau so läuft es

01:19:53: dann.

01:19:54: Aber in diese Richtung also dass es nicht die Angst vor dem eigenen Bösen sein muss sondern einfach Sachen die einem irgendwann mal Angst gemacht haben.

01:20:02: Ja, also die Szene fand ich sehr stark und war sehr froh als sie dann endlich die Streichhölzer gefunden hat.

01:20:08: Die dann irgendwie mit so einem Geräusch auf dem Fußboden gefallen sind dass sie sofort erkannt hat das waren Streich-Hölzer und ich dachte ja das Geräusche kennen wir.

01:20:17: Ich kenne

01:20:17: dieses Geräuschen!

01:20:19: Und sofort wird sie auch in den Alltag zurückbeordert.

01:20:22: Also diese ganzen Vorherrigen, so ein bisschen sphärischen Äußerungen mit der Dunkelheit und dem Monstern usw.

01:20:29: und das Loch ohne Licht und Hoffnung und so... Das hört auf!

01:20:34: Da sind die Plastiktüten.

01:20:36: jetzt packe ich hier das Essen ein und dann geht es wieder hoch.

01:20:38: Du musst

01:20:38: dir erstmal was auspacken weil sie was Faltes eingepackt hat?

01:20:40: Ja

01:20:40: ja richtig genau.

01:20:42: Aber auch das ohne Angst oder sowas ist verflogen sondern das wird einfach alles eingepacked.

01:20:47: der auftragt, das Essen für die Gruppe zu beschaffen.

01:20:50: Der ist wieder so überpräsent dass diese ganze Angst weggeschoben wird.

01:20:54: Ja

01:20:55: und es war das jetzt... ich glaube das war jetzt so zumindest das was wir wissen der einzige oder erste Moment seit Beginn des Buches in dem sie mal so richtig auf sich selbst zurück geworfen wurde.

01:21:07: Weil sonst war sie ja immer irgendwie mit ihrem Mander im Sanatorium, mit diesen ganz vielen Leuten und so weiter, war nie alleine gar nicht...

01:21:14: Eine Ausnahme gibt's!

01:21:15: Und das ist der Spaziergang?

01:21:17: Der

01:21:17: Spazieregang in der Nacht.

01:21:18: Das stimmt.

01:21:18: Ja du hast recht.

01:21:19: Aber ansonsten hast du recht, ja.

01:21:21: War sie nie eher genau.

01:21:22: Okay gut.

01:21:24: Tatsächlich wärst du es von

01:21:25: meiner Seite auch.

01:21:26: Ja vor meiner Seite aber auch.

01:21:27: Na herrlich dann haben wir es.

01:21:28: Was lesen wir denn als nächstes?

01:21:29: Wir lesen

01:21:30: natürlich weiter in die Stadt der Blinden Und zwar die Seiten, zweihundert zweihundneinzig bis dreihundert achtundfünfzig.

01:21:39: Gut!

01:21:41: Vielleicht schon mal eine kleine Frage vorweg.

01:21:43: also wir sind ja irgendwann dann mal durch?

01:21:45: Wir sind jetzt in Folge fünf haben wir gesagt sieben wird es geben.

01:21:49: richtig wenn ihr Ideen habt oder Wünsche habt was das nächste Buch der nächste Roman denn sein könnte vielleicht als kleine Einschränkungen unter tausendseiten Damit wir das irgendwie recht zeitnah hinkriegen.

01:22:07: Dann schickt uns das gerne, schreibt eine Nachricht an nachwort.literaturpodcastatgmail.com.

01:22:15: Ich glaube...

01:22:16: Nee es ist ne GameX-Adresse, findet ihr aber in den Show notes?

01:22:18: Ja dann schreibt

01:22:19: uns ne Mail.

01:22:20: oder ganz einfach bei Insta irgendeine DM heißt's glaub ich ne

01:22:26: Ja genau.

01:22:28: Einfach

01:22:28: eine Nachricht und irgendwelche Wünsche die ihr habt, dann sammeln wir das einfach mal über die nächste Zeit und schauen mal was wir damit machen.

01:22:37: Oder ihr startet ein Diskussion im Reddit

01:22:39: oder einfach im Reddit Start?

01:22:41: Das ist auch reserviert für euch!

01:22:44: Damit ihr dort eure Meinung

01:22:47: habt.

01:22:48: Okay, Reddit ist wieder betrunkener Onkel im Weihnachtstisch.

01:22:53: Der wird hingenommen und dann wird aber nicht drüber gesprochen.

01:22:57: Ich wüsste jetzt gar nicht ob da schon was passiert ist.

01:23:00: Absolut

01:23:01: gar nicht!

01:23:01: Also du guckst dann... Ab und zu mal rein.

01:23:03: Na ich

01:23:03: klar, das würde mir glaube ich mit Pauken und Trompeten wird angezeigt, weil da irgendwas los wäre.

01:23:10: Ist es ja seit zwei Jahren irgendwie schon ein volles Gesundepstarzen?

01:23:12: Wir kriegen aber nichts davon mit.

01:23:14: Da ist die Community!

01:23:14: Da hat sich

01:23:15: jeder Folge irgendwie hundert Seiten mit Kommentaren.

01:23:17: Nein.

01:23:19: Ja wir müssen uns auch mal überlegen wie wir das irgendwie bespielen oder...nein egal.

01:23:22: Ja is egal so also wenn ihr Ideen habt, Vorschläge habt für Sachen die wir gerne mal besprechen sollen dann schickt uns das gerne Und vielleicht überschneiden sich ein paar Sachen und dann fällt die Auswahl leichter.

01:23:35: Ich habe jetzt gerade so die Idee, dass wir eine Vorauswahl treffen und die noch mal zur Abstimmung stellen oder so.

01:23:40: Wir schauen einfach mal wie es läuft.

01:23:42: Wenn dann halt nichts kommt, dann entscheiden wir, wie's weitergeht?

01:23:45: Genau!

01:23:46: Also auf jeden Fall gehts weiter.

01:23:47: Es

01:23:47: geht auf jeden fall weiter.

01:23:48: Ja Gut.

01:23:49: Dann erstmal vielen Dank fürs Zuhören und bis in zwei Wochen dann

01:23:53: Bis in zwei wochen Ciao.

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